King: Candy-Crush-Studio lehnt Tarifvertrag in Schweden ab

King hat einen Tarifvertrag mit den schwedischen Gewerkschaften Unionen und Sveriges Ingenjörer abgelehnt. Laut einem Bericht von Kotaku wurden Beschäftigte im Juni über die Entscheidung informiert, nachdem rund ein Jahr verhandelt worden war.

Das Management des Candy-Crush-Studios begründet die Ablehnung dem Bericht zufolge mit bestehenden Sozialleistungen und einem weltweit einheitlichen Betriebsmodell. Ein Tarifvertrag würde aus Sicht des Unternehmens Prozesse, Richtlinien und Arbeitsweisen in Schweden stärker verändern, als King derzeit für sinnvoll hält.

Arbeitsbeziehungen bleiben ein Thema bei Microsoft Gaming

King gehört seit der Übernahme von Activision Blizzard zu Microsoft Gaming. Damit fällt die Entscheidung in eine Phase, in der Arbeitsbeziehungen bei Xbox und verbundenen Studios stärker im Fokus stehen. XboxDev hatte zuletzt über die CWA-Beschwerde nach Xbox-Entlassungen und den ersten Tarifvertrag bei Raven Software berichtet.

Die Gewerkschaftsseite reagierte enttäuscht, weil der Tarifvertrag aus ihrer Sicht verbindlichere Regeln für Mitbestimmung und Arbeitsbedingungen geschaffen hätte. Für Publisher mit internationalen Studiostrukturen bleibt die Frage damit offen, wie lokale Mitbestimmung und globale Personalmodelle zusammenpassen.

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