JetBrains hat am 20. Oktober 2016 die Public Preview von IntelliJ IDEA 2016.3 freigegeben. Die Vorabfassung erweitert Editor, Debugger und Build-Anbindung. Sie ist noch nicht die finale Veröffentlichung der Versionslinie.
Editorhinweise und Heap-Ansicht
Standardmäßig eingeblendete Parameterhinweise ergänzen bei Literalen oder null-Argumenten die Namen der Methodenparameter. Für einzelne Methoden lassen sich diese Hinweise ausblenden. Davon getrennt ist das semantische Highlighting: Parameter und lokale Variablen erhalten eigene Farben. Diese Funktion bleibt zunächst ausgeschaltet.
Klassenbezogene Watches zeigen selbst definierte Ausdrücke wie zusätzliche Felder an. Das Memory-View-Plug-in gruppiert Objekte im JVM-Heap nach Klassen und zeigt Veränderungen ihrer Anzahl zwischen Debugger-Haltepunkten. Das kann bei der Untersuchung von Speicherverhalten helfen, ist aber kein automatischer Nachweis eines Speicherlecks.
Schon IntelliJ IDEA 15 hatte die Fehlersuche in Lambda-Ausdrücken ausgebaut. Die neue Heap-Ansicht ergänzt diese Untersuchung des Programmablaufs um Informationen über vorhandene Objekte.
Builds und Programmstarts optional an Gradle übergeben
Die zuvor eingeführte Gradle-Delegation lässt sich ausdrücklich einschalten. Dann übernimmt Gradle die Build- und Run-Aktionen der IDE sowie den Bau von WAR- und EAR-Artefakten. Für Programmstarts erzeugt die IDE eine passende JavaExec-Aufgabe. Das ist keine automatische Umstellung sämtlicher Projekte.
Die Versionsübersicht der Public Preview nennt außerdem Composite Builds ab Gradle 3.1. Sie erlauben, eine Abhängigkeit durch ein anderes Projekt zu ersetzen. Für Teams mit mehreren zusammengehörenden Codebasen ist damit vor allem zu prüfen, welche Aufgaben tatsächlich über Gradle laufen und welche Einstellungen bislang nur in der IDE hinterlegt sind.

