Intel hat am 3. Dezember 2024 die zweite Arc-Generation angekündigt und kehrt damit als dritte Kraft in den Markt für dedizierte Grafikkarten zurück. Die Reihe basiert auf der Xe2-Architektur und trägt den Codenamen Battlemage. Das erste Modell, die Arc B580 Limited Edition, ist seit dem 13. Dezember 2024 ab einem Listenpreis von 249 US-Dollar verfügbar. Das günstigere Schwestermodell Arc B570 folgte am 16. Januar 2025 ab 219 US-Dollar. Mit dieser Preisgestaltung zielt Intel ausdrücklich auf das Budget-Segment, das NVIDIA und AMD zuletzt nur sparsam bedient haben.
Battlemage-Architektur und Leistungsdaten
Die Arc B580 stattet Intel mit 12 GB dediziertem Grafikspeicher aus, die Arc B570 mit 10 GB. Diese Speicherbestückung liegt deutlich über dem, was Konkurrenzprodukte in der gleichen Preisklasse bieten, und richtet sich nach Intels Angaben gezielt an Spiele in 1440p mit Ultra-Einstellungen. Gegenüber der Vorgängerkarte Arc A750 nennt der Hersteller eine um 70 Prozent höhere Leistung pro Xe-Core sowie eine um 50 Prozent verbesserte Leistung pro Watt. In Spielen soll die B580 im Schnitt 24 Prozent schneller als die A750 arbeiten, in einzelnen Titeln bis zu 78 Prozent. Das Verhältnis aus Leistung und Preis beziffert Intel mit einem Vorsprung von 32 Prozent gegenüber dem Wettbewerb. Wer die Konkurrenz im selben Budget sucht, findet sie etwa in Komplettsystemen wie dem kompakten Gaming-PC von Asus mit GeForce-Hardware. Vivian Lien, Vice President und General Manager für Client Graphics, beschreibt die Reihe als Produkt, das führende Leistung pro Dollar und gute 1440p-Spielerlebnisse liefern soll.
XeSS 2 und der Druck auf das Budget-Segment
Technisch begleitet wird die Generation von XeSS 2, das Intel über die in der Architektur integrierten XMX-KI-Einheiten antreibt. Die Technik bündelt drei Verfahren. XeSS Super Resolution dient als KI-gestütztes Upsampling und wird nach Herstellerangaben in mehr als 150 Spielen unterstützt. XeSS Frame Generation berechnet zusätzliche Zwischenbilder über Optical Flow. Xe Low Latency senkt die Eingabeverzögerung. In anspruchsvollen AAA-Titeln stellt Intel im Zusammenspiel dieser Verfahren bis zu einen 3,9-fachen Anstieg der Bildrate in Aussicht. Damit reiht sich Intel in einen Trend ein, den auch NVIDIA mit seinen KI-gestützten PC-Gaming-Anwendungen vorantreibt. Mit dem aggressiven Einstiegspreis von 249 US-Dollar, der hohen Speicherausstattung und dem KI-gestützten Funktionsumfang positioniert sich Intel als ernstzunehmende dritte Option im GPU-Markt. Für Entwickler und Hardware-Beobachter zählt vor allem, dass der Druck auf ein Preissegment zunimmt, in dem die beiden etablierten Anbieter zuletzt wenig Bewegung gezeigt haben.
