Der Fortschrittsbericht des Berliner Senats zum House of Games sieht derzeit keinen Umzug des Computerspielemuseums vor. Das Museum bleibt damit zunächst an seinem Standort an der Karl-Marx-Allee. Als Grund nennt der Bericht fehlende finanzielle Spielräume für Umzug und Integration.
House of Games soll in der zweiten Jahreshälfte starten
Das House of Games nahe der Warschauer Brücke soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 eröffnen. Laut Bericht laufen Gespräche mit rund 80 Mietinteressenten, verbindlich zugesagt hat bislang nur Ubisoft Berlin als Co-Initiator und Ankermieter. Das Land Berlin stellt für das Projekt insgesamt 4,6 Millionen Euro bereit.
Für das Computerspielemuseum wäre im geplanten LUX Berlin zwar ausreichend Fläche vorhanden. Der laufende Betrieb wird vom Land mit rund 100.000 Euro pro Jahr unterstützt, zusätzliche Mittel für einen Umzug sind angesichts der Haushaltslage jedoch nicht vorgesehen. Das Museum zählt jährlich mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher. Ein älterer Bericht beschreibt die Arbeit des Computerspielemuseums und seine Rolle in der deutschen Spielekultur.
Internationale Computerspielesammlung ohne gesicherte Anschlussfinanzierung
Auch die Internationale Computerspielesammlung sollte ursprünglich in das House of Games einziehen. Das Archiv umfasst rund 60.000 Spiele und bündelt Bestände unter anderem des Computerspielemuseums und der USK. Nach Angaben des Senats wurden bereits mehr als 1,5 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln investiert, eine institutionelle Förderung über April 2026 hinaus war zum Zeitpunkt des Berichts jedoch nicht gesichert.
