Microsoft kündigte am 6. Oktober 2015 die HoloLens Development Edition für das erste Quartal 2016 an. Das Entwicklerkit sollte 3.000 US-Dollar kosten und zunächst an Teams gehen, die Anwendungen für die Augmented-Reality-Plattform entwickeln.
HoloLens arbeitet eigenständig und benötigt weder einen angeschlossenen PC noch externe Kameras. Sensoren erfassen die Umgebung, Handgesten und Kopfbewegungen. Eine eigene Holographic Processing Unit verarbeitet diese Daten neben CPU und GPU. Die technische Architektur hatte Microsoft bereits bei der Vorstellung der HoloLens-Hardware auf der Build 2015 beschrieben.
HoloLens als Plattform für räumliche Inhalte
Mit dem Entwicklerkit wollte Microsoft Anwendungen testen, die digitale Objekte dauerhaft in der realen Umgebung verankern. Dazu zählen holografische Werkzeuge, interaktive Medien und Spiele. Die Bedienung erfolgt über Blickrichtung, Gesten und Sprache. Microsoft hatte das Prinzip zuvor unter anderem mit einer holografischen Minecraft-Welt gezeigt.
Der Preis von 3.000 US-Dollar lag deutlich über dem Niveau gewöhnlicher Spielehardware. Microsoft zielte damit auf Studios, Softwarehäuser und Forschungseinrichtungen, die eigene Anwendungen für die noch junge Plattform entwickeln wollten. Eine Version für den allgemeinen Verkauf nannte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt nicht.
