Auf der Game Developers Conference 2026 hat Jason Ronald, Vice President of Next Generation bei Xbox, in einer Keynote des Xbox Developer Summit am 11. März 2026 die nächste Xbox-Generation unter dem Codenamen Project Helix angekündigt. Grundlage ist ein Custom-SoC, den das Unternehmen zusammen mit AMD entwickelt. Die Plattform sei für die kommende DirectX-Generation und für FSR Next ausgelegt. Erste Alpha-Hardware soll ab 2027 an Entwicklerstudios gehen.
Custom-AMD-SoC und FSR Next als technische Basis
Herzstück von Project Helix ist ein speziell angefertigtes System-on-Chip, das aus einer mehrjährigen Partnerschaft mit AMD hervorgeht. Ronald spricht von einer Zusammenarbeit, die auf die Zukunft von Rendering und Simulation ausgerichtet sei. Der Chip entsteht laut Xbox parallel zur nächsten DirectX-Generation und zu FSR. Beim Upscaling und der Bildrekonstruktion setzt die Plattform auf FSR Next, das die weiteren Leistungsschritte tragen soll. Konkrete Zahlen zu Taktraten, Speicher oder Rechenleistung in TFLOPS bleibt Microsoft bislang schuldig.
Auffällig ist, wie tief KI-Funktionen in die Grafik- und Compute-Pipeline wandern. Daraus sollen sich nach Angaben des Unternehmens Vorteile bei Effizienz, Skalierung und Bildqualität ergeben. Die Hardware ist außerdem auf Abwärtskompatibilität über vier Xbox-Generationen ausgelegt. Bestehende Spielebibliotheken bleiben damit laut Anbieter weiter lauffähig.
Raytracing-Sprung um eine Größenordnung
Den größten Akzent setzt der Hersteller beim Raytracing. Project Helix liefere hier einen Sprung um eine Größenordnung bei Leistung und Fähigkeit, heißt es in der Ankündigung. Der Wert bezieht sich auf die aktuelle Konsolengeneration, Benchmark-Daten legt Xbox dazu nicht vor. Zusammen mit der maschinell gestützten Bildrekonstruktion sollen so realistischere und dynamischere Spielwelten möglich werden.
Die Keynote auf der GDC richtete sich vor allem an Studios, die ab dem Auslieferungsstart der Alpha-Hardware 2027 frühzeitig für die neue Generation produzieren sollen. Einen Marktstart für Endkunden, einen Preis oder einen finalen Produktnamen nannte Microsoft nicht. Zugleich verweist der Konzern auf den wachsenden Play-Anywhere-Katalog mit über 1.500 Titeln und auf den Xbox-Modus, der ab April 2026 in ausgewählten Märkten auf Windows ausgerollt wird.