Die Game Developers Conference hat am 21. Januar 2025 ihren jährlichen Branchenbericht State of the Game Industry veröffentlicht. Über 3.000 Entwicklerinnen, Entwickler und Branchenfachleute nahmen an der Umfrage teil, die gemeinsam mit Omdia und Game Developer durchgeführt wurde. Die Fehlermarge gibt der Bericht mit plus/minus zwei Prozent an. Zwei Themen dominieren die Antworten: der anhaltende Stellenabbau und eine wachsende Skepsis gegenüber generativer KI.
Elf Prozent selbst entlassen, 41 Prozent im Umfeld betroffen
Elf Prozent der Befragten verloren im vergangenen Jahr ihren Job. Noch deutlicher fällt die Zahl aus, wenn man das nähere Arbeitsumfeld einbezieht: 41 Prozent berichteten von Entlassungen am eigenen Arbeitsplatz. Besonders hart traf es narrative Rollen mit 19 Prozent, am wenigsten betroffen waren Business und Finance mit sechs Prozent.
Bei der Finanzierung setzen die meisten auf die eigene Tasche. 56 Prozent finanzieren ihre Spiele selbst. Co-Development-Verträge bewerteten 37 Prozent als sehr erfolgreich, während 43 Prozent Acceleratoren als überhaupt nicht erfolgreich einstuften.
KI sorgt für mehr Misstrauen, der PC gewinnt an Boden
Die Stimmung gegenüber generativer KI kippt weiter ins Negative. 30 Prozent sehen einen schädlichen Einfluss der Technologie auf die Branche, zwölf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Trotzdem arbeiten 52 Prozent in Unternehmen, die generative KI eingeführt haben, und 36 Prozent greifen privat zu solchen Werkzeugen. Als Hauptsorgen nannten die Teilnehmenden IP-Diebstahl, den Energieverbrauch, sinkende Qualität, Verzerrungen und offene Fragen bei der Regulierung. Eine Übersicht zu KI-Werkzeugen im Spielebereich findet sich auch in den Beiträgen von XboxDev.
Bei den Zielplattformen wuchs die PC-Entwicklung am stärksten. Der Anteil der Entwickelnden, die an PC-Titeln arbeiten, kletterte im Jahresvergleich von 66 auf 80 Prozent. Unter den Antworten in der Kategorie Sonstiges nannten 44 Prozent ausdrücklich das Steam Deck. Auch Browserspiele zogen an und erreichten 16 Prozent nach zuvor zehn Prozent. Im Live-Service-Bereich arbeiten 33 Prozent der AAA-Entwickelnden an entsprechenden Titeln, über die gesamte Umfrage hinweg sind es 16 Prozent. 41 Prozent äußerten gar kein Interesse an dieser Kategorie.
