Microsoft hat zur GDC 2023 am 21. März 2023 eine wirtschaftliche Bilanz des Selfpublishing-Programms ID@Xbox gezogen. Über den Zeitraum von zehn Jahren sind mehr als 3.000 Titel unabhängiger Studios auf Xbox-Plattformen erschienen. Das Programm hat nach Unternehmensangaben mehr als 5.000 Entwickler aus rund 100 Ländern aufgenommen und Auszahlungen von mehr als vier Milliarden US-Dollar an die teilnehmenden Studios geleistet. ID@Xbox-Leiter Chris Charla nannte dabei eine Zahl zur Größenordnung: Die mehr als 3.000 erschienenen Titel liegen höher als die Summe aller Spiele, die zusammengenommen für die ursprüngliche Xbox und die Xbox 360 veröffentlicht wurden.
Wirtschaftliche Dimension des Programms
ID@Xbox startete im Jahr 2013 und richtet sich an unabhängige Studios, die ihre Titel ohne klassischen Publisher direkt auf Xbox-Konsolen und unter Windows veröffentlichen wollen. Die vier Milliarden US-Dollar an Auszahlungen verteilen sich auf ein Jahrzehnt und auf eine breite Basis von über 5.000 aufgenommenen Entwicklern. Der geografische Schnitt umfasst nach Angaben des Unternehmens rund 100 Länder. Damit reicht das Programm über die etablierten Entwicklungsstandorte in Nordamerika, Europa und Ostasien hinaus.
Der Vergleich mit den beiden ersten Xbox-Generationen zeigt den Umfang. Die mehr als 3.000 Titel, die über ID@Xbox erschienen sind, übertreffen die kombinierte Zahl der Veröffentlichungen für die ursprüngliche Xbox und die Xbox 360. Diese Gegenüberstellung bezieht sich allein auf die Ausgabe über das Selfpublishing-Programm und nicht auf das gesamte Software-Angebot der aktuellen Plattformgeneration. Wie Microsoft das Onboarding und die Zertifizierung für Studios strukturiert, lässt sich an der inzwischen weiter geöffneten Publishing-Dokumentation ablesen.
Ausblick und neue Initiativen
Neben der Rückschau nannte Microsoft auch laufende Aktivitäten. Nach Unternehmensangaben befinden sich aktuell mehr als 3.000 weitere Titel im Rahmen von ID@Xbox in aktiver Entwicklung. Zudem kündigte das Unternehmen zur GDC 2023 die Möglichkeit an, physische Fassungen von Titeln mit niedrigen Mindestbestellmengen über Xbox produzieren zu lassen. Hinzu kommt das ID@Xbox Developer Acceleration Program, das gezielt unterrepräsentierte Entwickler ansprechen soll. Die genannten Zahlen markieren den Stand zum zehnjährigen Bestehen des Programms. Wie die Indie-Titel danach präsentiert wurden, zeigte später das ID@Xbox Digital Showcase.
