Auf der GDC 2023 hat Microsoft Azure PlayFab Economy v2 allgemein verfügbar gemacht. In der Ankündigung vom 22. März 2023 heißt es, der Dienst sei nun produktiv einsetzbar, um In-Game-Ökonomien zu steuern. Economy v2 bündelt Werkzeuge für virtuelle Währungen, Gegenstände, Kataloge und Storefronts. Adressiert werden Entwicklerteams, die Monetarisierung, Progression und nutzergenerierte Inhalte über eine zentrale Backend-Schicht abbilden wollen.
Die Architektur von Economy v2 wurde nach Angaben von Microsoft komplett neu auf Azure gebaut. Vor der Freigabe lief der Dienst laut Unternehmen über ein Jahr lang im produktiven Betrieb bei eigenen Titeln, darunter Minecraft, Sea of Thieves und Microsoft Flight Simulator. Diese Vorlaufzeit soll belegen, dass der Stack skaliert, bevor externe Studios ihn übernehmen.
Was Economy v2 mitbringt
Der überarbeitete Katalog kommt nach Herstellerangaben mit umfangreichen Beständen klar, mehrere tausend Gegenstände je Spielerinventar sind möglich. Inhalte lassen sich als Entwurf anlegen, Titel und Beschreibungen sind lokalisierbar, und einzelne Items können Bewertungen und Rezensionen erhalten. Dynamische Store-Aktionen entstehen über Suchabfragen und Filter. Rabatte und Promotions greifen damit, ohne dass jedes Angebot von Hand gepflegt werden muss. Dazu kommen Werkzeuge für Spielersegmentierung und Analyse.
Für die Anbindung an externe Vertriebsplattformen integriert Economy v2 die Storefronts von Google Play, Apple, Microsoft und Xbox, PlayStation, Nintendo sowie Steam. Microsoft setzt dabei auf idempotente Transaktionen. Sie sollen die Integrität von Marktplatzvorgängen sichern und Probleme wie verlorene Belege oder doppelte Einlösungen verhindern. Genau dieser Fehlerfall tritt häufig auf, wenn Käufe über mehrere Plattformen hinweg verarbeitet werden.
Wechsel von der ersten PlayFab-Generation
Mit der allgemeinen Verfügbarkeit verlässt Economy v2 den Preview-Status, der seit September 2022 als öffentliche Vorschau lief. Teams, die bisher die erste Generation der PlayFab-Ökonomie nutzen, können nun auf die neu aufgesetzte Katalog- und Inventarlogik umsteigen. Der Fokus auf nutzergenerierte Inhalte und große Inventare zielt vor allem auf Live-Service-Spiele, deren Wirtschaftssysteme dauerhaft gepflegt und ausgebaut werden.
