Khronos hat am 27. Februar zur Game Developers Conference 2017 die Fertigstellung von WebGL 2.0 bekannt gegeben. Firefox und Chrome unterstützen die neue Fassung bereits. Sie erweitert die GPU-beschleunigte Browsergrafik um Funktionen auf dem Niveau von OpenGL ES 3.0.
Mehr Renderziele und neue Texturtypen
Die technische Vorstellung nennt Transform Feedback, instanziertes Rendering und mehrere Renderziele. Hinzu kommen Uniform Buffer Objects, Okklusionsabfragen sowie Ganzzahl- und Bitoperationen in Shadern. Zu den zusätzlichen Texturmöglichkeiten gehören 3D-Texturen und weitere Formate.
Nicht identisch mit OpenGL ES 3.0
Die Spezifikation dokumentiert Unterschiede zu OpenGL ES 3.0. ETC2/EAC-Kompression ist als Erweiterung von der Hardwareunterstützung abhängig. Texture Swizzling und MapBufferRange fehlen. Die Browser-API übernimmt den Ausgangsstandard deshalb nicht unverändert.
Eine Erweiterung für Compute Shader befindet sich laut Khronos noch in Entwicklung. Sie gehört nicht zum jetzt verfügbaren Umfang. Für reale Browserprojekte bleibt neben den Grafikfunktionen auch die Speicherplanung bei Unity WebGL relevant.

