GDC 2017: OpenXR soll VR- und AR-Schnittstellen vereinheitlichen

Die Khronos Group hat am 27. Februar auf der Game Developers Conference 2017 die OpenXR-Arbeitsgruppe vorgestellt. Sie entwickelt einen offenen, lizenzgebührenfreien Standard für VR- und AR-Anwendungen sowie Geräte. Eine fertige Spezifikation liegt damit noch nicht vor.

Zwei Schnittstellen gegen die Fragmentierung

Der vorgestellte Architekturentwurf trennt Application Interface und Device Layer. Die Anwendungsschnittstelle soll gemeinsame Funktionen verschiedener Plattformen bündeln. Die Geräteschicht soll Laufzeitumgebungen mit unterschiedlicher Hardware verbinden. Beide Ebenen sind zu diesem Zeitpunkt Entwicklungsziele, keine verbindliche Beschreibung des späteren Standards.

Khronos begründet den Ansatz mit dem Aufwand für inkompatible APIs. Studios müssen ihre Anwendungen für mehrere Systeme anpassen; neue Gerätehersteller benötigen wiederum Unterstützung durch Entwickler und Engines. Gemeinsame Schnittstellen sollen diese gegenseitige Abhängigkeit verringern.

Hersteller können sich weiter unterscheiden

Unterschiede bei Leistung und Fähigkeiten der Laufzeitumgebungen sollen möglich bleiben. Standardisiert werden die Schnittstellen, nicht sämtliche Eigenschaften der Geräte. Khronos-Mitglieder können an der Ausarbeitung teilnehmen. Die Arbeitsgruppe nennt 2018 als Ziel für OpenXR auf VR-Geräten, nicht als bereits gesicherten Veröffentlichungstermin.

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