Google hat am 27. Februar beim Developer Day auf der Game Developers Conference 2017 Änderungen an der Spielevermarktung und neue Entwicklerwerkzeuge vorgestellt. Im Play Store soll die Entdeckung von Spielen stärker von Nutzung und Spielerbindung abhängen, nicht nur von Installationen. Der Konzern hat außerdem eine Aufzeichnung des Google Developer Day veröffentlicht.
Rabattaktionen direkt in der Developer Console
Seit dem Veranstaltungstag können Anbieter kostenpflichtiger Apps und Spiele in der Developer Console Preisaktionen mit durchgestrichenem Ausgangspreis einrichten. Zusätzlich kündigt Google redaktionell kuratierte Themenseiten an. Die Anpassung der Such- und Empfehlungsalgorithmen berücksichtigt laut Unternehmen unter anderem Engagement, Retention und Bewertungen.
Firebase für Unity und C++ regulär verfügbar
Die Firebase-SDKs für Unity und C++ haben den Status General Availability erreicht. Beide gelten damit als regulär unterstützte Plattformen. Das Angebot umfasst unter anderem Analytics, Authentication, Realtime Database, Cloud Messaging und Remote Config. Letzteres erlaubt es, Spielvariablen aus der Cloud anzupassen und unterschiedliche Nutzergruppen gezielt mit Werten zu versorgen.
Die Versionshinweise zum Unity-SDK 3.0.0 vom 27. Februar nennen konkrete Verbesserungen am Build-Prozess. Unter iOS erleichtert die automatisierte CocoaPods-Installation die Nutzung von Unity Cloud Build. Unter Android kommt experimentelle Unterstützung für Proguard-Stripping hinzu. Weitere Korrekturen betreffen das Aufräumen veralteter Abhängigkeiten und Builds für eine einzelne Prozessorarchitektur.
Google hatte bereits bei der GDC 2016 Plattform- und Werbewerkzeuge für Android-Spiele angekündigt. Die jetzt vorgestellten Änderungen betreffen erneut den Betrieb und Vertrieb von Spielen neben der eigentlichen Engine-Arbeit.

