GameStop hat am 10. September 2019 die Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals 2019 vorgelegt. Der weltweite Umsatz sank auf 1,3 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereits im ersten Quartal 2019 war der Umsatz um 13,3 Prozent gefallen.
Den stärksten Einbruch verzeichnete das Hardwaregeschäft mit minus 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Software-Verkäufe gaben um 5 Prozent nach, Zubehör um knapp 10 Prozent, der Gebrauchtwarenbereich um fast 18 Prozent. Als einzige Kategorie legte das Sammlerstücksegment zu, mit einem Wachstum von 21 Prozent. CFO Jim Bell führte den Hardware-Rückgang auf das absehbare Ende des laufenden Konsolenzyklus zurück: „Diese Trends sind konsistent mit dem, was wir historisch gegen Ende eines Hardware-Zyklus beobachten.“
Der Nettoverlust für das Quartal betrug 415,3 Millionen US-Dollar, verglichen mit 24,9 Millionen im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Großteil davon, rund 400,9 Millionen US-Dollar, entfiel auf Wertberichtigungen und Sonderposten. Der bereinigte Nettoverlust lag bei 32 Millionen US-Dollar.
Vier-Punkte-Plan „GameStop Reboot“
Parallel zur Ergebnisveröffentlichung konkretisierte CEO George Sherman den „Reboot“-Plan des Unternehmens. Der Plan umfasst vier Schwerpunkte: Optimierung des Kerngeschäfts, Neupositionierung der Filialen als soziale und kulturelle Anlaufstellen für Gaming, Aufbau einer digitalen Plattform sowie Verbesserung der Herstellerpartnerschaften. Sherman erklärte, man werde „GameStop auf den richtigen strategischen Kurs bringen und die einzigartige Marktstellung im Videospielsektor vollständig nutzen“.
Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen im Rahmen des Reboots gehören Entlassungen: Anfang August waren 50 Führungskräfte entlassen worden, später folgten weitere 120 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten, darunter sieben Beschäftigte des Spielemagazins Game Informer. Zudem wurde die Eigenmarke ThinkGeek in die Hauptmarke GameStop integriert. Neue Filialkonzepte mit Fokus auf eSports und Retrogaming sind in Planung und Pilotphase.

