GameStop-CEO streicht Vergütungspaket für sich selbst

Der Chef der US-Einzelhandelskette GameStop, Ryan Cohen, verzichtet auf ein extrem großzügiges Bonuspaket. Auf eigenen Wunsch Cohens zog der Verwaltungsrat des Unternehmens die im Januar 2026 beschlossene Vergütungsvereinbarung zurück, die dem CEO theoretisch bis zu 35 Milliarden US-Dollar hätte einbringen können.

Fokus auf das operative Geschäft und eBay-Pläne

Als Grund für den Verzicht nannte Cohen, dass sich GameStop voll und ganz auf das laufende Geschäft sowie die angestrebte Übernahme des Online-Marktplatzes eBay konzentrieren müsse. Das Vergütungspaket war an anspruchsvolle Bedingungen geknüpft: Um die Auszahlung zu aktivieren, hätte der Börsenwert von GameStop auf 100 Milliarden Dollar steigen und ein EBITDA-Gewinn von 10 Milliarden Dollar erzielt werden müssen.

Klagedruck durch unzufriedene Aktionäre

Der Verzicht erfolgt inmitten scharfer Kritik von Investoren. Ein Anleger hatte vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware eine Sammelklage eingereicht, um das astronomische Bonuspaket zu stoppen. GameStop wies die Klage als unbegründet zurück und erklärte, dass der Vergütungsplan entworfen worden sei, bevor die Übernahmepläne bezüglich eBay konkret wurden. Im Falle einer erfolgreichen Übernahme wäre das Paket ohnehin angepasst worden.

Feindliche Übernahme von eBay im Raum

Die Übernahmepläne gestalten sich jedoch schwierig. Im Mai lehnte der eBay-Vorstand das Kaufangebot von GameStop über 56 Milliarden Dollar ab und bezeichnete es als „weder glaubwürdig noch attraktiv“. Ryan Cohen hatte daraufhin angekündigt, den eBay-Aktionären ein direktes Übernahmeangebot zu unterbreiten, um das Unternehmen gegen den Willen des Vorstands zu schlucken. Dieses Angebot steht bislang noch aus.

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