Am 24. Juni 2015 plädierte Ibrahim Mazari, Leiter der Kompetenzgruppe Games im eco-Verband, in einem Beitrag für einen stärkeren Einsatz von Game-Based Learning in deutschen Schulen. Gemeint ist computergestütztes Lernen mit Spielen, das Wissen in einem spielerischen Ablauf vermittelt.
Der Ansatz reicht laut Mazari von Vokabel- und Puzzlespielen bis zu Rollenspielen und Web-Quizzen. Lernende können Inhalte im eigenen Tempo bearbeiten und ihren Fortschritt direkt sehen. Ein älterer Beitrag über das 3D-Spiel EVEIL-3D im Fremdsprachenunterricht zeigt einen ähnlichen Einsatzbereich digitaler Spiele.
Spiele als Lernwerkzeuge
Für den Einsatz im Unterricht nannte Mazari mehrere offene Punkte. Schulen benötigten passende Einführungskonzepte, verbindliche Qualitätsmaßstäbe und besser ausgearbeitete pädagogische Untersuchungen. Auch die Beschaffung von Lizenzen und die technische Ausstattung gehörten zu den praktischen Fragen. Forschung der Bundeszentrale für politische Bildung verwies bereits damals auf analytische, taktische und strategische Denkaufgaben in Computerspielen.
Mehr Spielraum für digitale Bildung
Mazari forderte deshalb ein Umdenken bei Lehrkräften und Eltern, eine positive Vermittlung von Spielen sowie Investitionen in Infrastruktur und Budgets. Für die Entwicklung von Lernspielen sei zudem wichtig, Inhalte über mehrere Sinne zugänglich zu machen. Game-Based Learning blieb damit nicht auf einzelne Unterrichtsexperimente beschränkt, sondern wurde als Thema für Schulen, Weiterbildung und die Games-Branche beschrieben.
