FY18 Q1: Gaming-Umsatz nahezu stabil, Xbox Software und Services legen 21 Prozent zu

Microsoft hat am 26. Oktober 2017 die Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2018 vorgelegt, den Zeitraum bis zum 30. September 2017. Der Konzernumsatz kletterte um 12 Prozent auf 24,5 Milliarden US-Dollar. Im Segment More Personal Computing lag der Umsatz bei 9,4 Milliarden US-Dollar und damit weitgehend unverändert. Der Gaming-Umsatz innerhalb dieses Segments stieg um 1 Prozent, wechselkursbereinigt blieb er unverändert (0 Prozent).

Getragen wurde das Gaming-Geschäft von Xbox Software & Services. Dieser Posten wuchs um 21 Prozent, constant currency um 20 Prozent. Microsoft führt den Anstieg auf ein höheres Transaktionsvolumen bei Xbox Live zurück, gebremst durch einen geringeren Umsatz pro Transaktion. Die starke Service-Entwicklung wurde durch einen rückläufigen Hardware-Umsatz weitgehend ausgeglichen.

Hardware-Umsatz bricht um 48 Prozent ein

Der Xbox-Hardware-Umsatz sank im Quartal um 48 Prozent. Als Gründe nennt Microsoft eine geringere Stückzahl verkaufter Konsolen sowie niedrigere Verkaufspreise. Das Quartal endete am 30. September 2017 und damit unmittelbar vor dem Marktstart der Xbox One X am 7. November 2017. Die schwache Hardware-Performance fiel somit in eine Phase, in der Käufer auf die kommende Konsolengeneration warteten und das bestehende Modellangebot über Preissenkungen abverkauft wurde.

Die Zahlen zeigen die Verschiebung des Geschäftsmodells weg vom reinen Konsolenverkauf hin zu wiederkehrenden Service-Erlösen. Während die Hardware als margenschwaches Einstiegsprodukt diente, lieferten Xbox Live, Abonnements und digitale Inhalte das Wachstum. Microsoft hatte diese Ausrichtung bereits in vorangegangenen Quartalen erkennbar gemacht und stellte in der Berichterstattung die Service-Kennzahlen in den Vordergrund. Dieselbe Linie zwischen Konsolenrückgang und Plattform-Strategie zieht sich durch spätere Quartalsberichte.

Cloud treibt den Gesamtkonzern

Auf Konzernebene profitierte Microsoft vor allem vom Cloud-Geschäft. Das Segment Intelligent Cloud legte um 14 Prozent auf 6,9 Milliarden US-Dollar zu, getragen von einem Plus von 17 Prozent bei Server-Produkten und Cloud-Services. Der Azure-Umsatz wuchs um 90 Prozent. Die annualisierte Run-Rate der kommerziellen Cloud erreichte 20,4 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis stieg um 15 Prozent auf 7,7 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn um 16 Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar. Auch Jahre später blieb der Hardware-Umsatz unter Druck, während die Service-Sparte das Gaming-Segment stützte.

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