Am 17. Februar 2021 hat Microsoft mit FPS Boost eine Technik der Abwärtskompatibilität für Xbox Series X und Series S vorgestellt, die die Bildraten ausgewählter älterer Titel anhebt, ohne dass die Entwicklerstudios etwas dafür tun müssen. Paul Eng, Senior Program Manager bei Xbox, spricht von einer nahezu verdoppelten Framerate, in einzelnen Fällen sogar von einer Vervierfachung. Ein Update der Spiele oder ein Eingriff der Spieler ist nicht nötig.
Wie es funktioniert und welche Spiele starten
FPS Boost greift auf der Ebene der Abwärtskompatibilität, also bei Titeln, die nie für die aktuelle Konsolengeneration optimiert wurden. Microsoft nennt konkrete Zahlen: New Super Lucky’s Tale erreicht mit der Technik bis zu 120 fps, UFC 4 läuft auf der Xbox Series S mit 60 fps. Zum Start gibt es fünf Spiele: Far Cry 4, New Super Lucky’s Tale, Sniper Elite 4, UFC 4 und Watch Dogs 2. New Super Lucky’s Tale und Sniper Elite 4 stecken außerdem im Xbox Game Pass.
Höhere und stabilere Bildraten lassen Spiele optisch flüssiger laufen und sollen das Spielgefühl direkter machen, so beschreibt es Eng im Beitrag. Mitunter geht FPS Boost mit einer angepassten Auflösung einher, damit die zusätzliche Rechenlast für die höhere Bildrate aufgefangen wird.
An- und Abschalten pro Spiel
Im Frühjahr 2021 will Microsoft die Technik per Systemupdate weiter öffnen. Danach lässt sich FPS Boost für jeden Titel einzeln über die Kompatibilitätsoptionen im Bereich Spiel verwalten an- und abschalten. Diese Wahl hat einen Grund, denn eine höhere Bildrate kann je nach Spiel zu Kompromissen bei anderen Darstellungsmerkmalen führen. Damit setzt der Hersteller seine Abwärtskompatibilität fort, mit der ältere Kataloge auf der neuen Hardware aufgewertet werden, ohne dass die ursprünglichen Studios noch einmal ran müssen.