Microsoft hat am 3. Mai 2021 die Ausweitung der FPS-Boost-Funktion auf 74 weitere Titel bekanntgegeben. Damit wächst der Bestand der unterstützten Spiele auf 97. FPS Boost erhöht auf Xbox Series X und Xbox Series S die Bildwiederholrate älterer Titel, ohne dass die Entwickler einen aktualisierten Build veröffentlichen müssen. Die Technik verdoppelt oder vervierfacht in geeigneten Fällen die Framerate gegenüber der ursprünglichen Auslegung.
Aktivierung über die Kompatibilitätsoptionen
Die Steuerung erfolgt seit dem System-Update vom März 2021 pro Titel. Im Bereich „Spiel verwalten“ eines Titels steht die Schaltfläche „Kompatibilitätsoptionen“ bereit. Darüber lassen sich FPS Boost und Auto HDR einzeln ein- und ausschalten. Die getroffene Auswahl greift nach einem Neustart des jeweiligen Spiels. Diese granulare Steuerung pro Titel adressiert Fälle, in denen die höhere Framerate mit Abstrichen an anderer Stelle einhergeht.
In ausgewählten Fällen senkt FPS Boost die Auflösung, um die höhere Bildwiederholrate zu ermöglichen. Bei diesen Titeln ist die Funktion auf der Xbox Series X nicht standardmäßig aktiv, lässt sich aber über die Kompatibilitätsoptionen im Bereich „Spiel und Add-ons verwalten“ zuschalten. Auf der Xbox Series S gilt eine abweichende Standardvorgabe, da die beiden Konsolen unterschiedliche Grafikbudgets bereitstellen. Wie viel Spielraum solche Hardwareentscheidungen eröffnen, beschäftigt die Plattform bis heute, wie die Aussagen von Phil Spencer zur künftigen Leistung der Marke zeigen.
FPS Boost im Abwärtskompatibilitätsprogramm
FPS Boost ist Teil des Abwärtskompatibilitätsprogramms und greift auf Titel aus mehreren Konsolengenerationen zu. Die Funktion läuft ohne Eingriff der ursprünglichen Studios, da das Plattformteam die Beschleunigung auf Systemebene umsetzt. Innerhalb weniger Wochen ist der Bestand von 23 auf 97 Titel gestiegen. Gerade für Spiele aus der Ära, die mit der Schließung des Xbox-360-Marktplatzes in den Blick rückte, eröffnet das zweite Leben auf aktueller Hardware. Eine fortlaufend gepflegte Liste der unterstützten Spiele führt Microsoft über den FPS-Boost-Bereich bei Xbox Wire. Dort findet sich die jeweils aktuelle Aufstellung unter dem in diesem Beitrag verlinkten Quellverweis.