Bethesda Game Studios hat das kostenlose Wastelanders-Update für Fallout 76 am 14. April 2020 für Xbox One, PlayStation 4 und PC veröffentlicht. Die Erweiterung bringt menschliche NPCs, Dialogbäume mit Entscheidungen und Konsequenzen sowie eine vollwertige Hauptquest nach Appalachia. Damit korrigiert das Studio eine zentrale Designentscheidung des Originals, in dem zum Start ausschließlich andere Spieler die menschlichen Figuren der Spielwelt stellten. Vorangetrieben wird das Geschehen über zwei neue Fraktionen, die Settlers und die Raiders, ergänzt um ein Reputationssystem, neue Gegner, Waffen, Rüstungen und Standorte.
Kurskorrektur nach schwierigem Start
Fallout 76 war im November 2018 ohne menschliche NPCs erschienen. Die Erzählung lief weitgehend über Audiotagebücher und Terminals, während die einzigen lebenden Figuren in der offenen Welt andere Spieler waren. Dieser Ansatz zählte zu den am häufigsten kritisierten Punkten des Live-Service-Titels. Mit Wastelanders kehrt die Serie zu jenen Quest- und Erzählmechaniken zurück, die für die Reihe prägend waren: rollenbasierte Gespräche mit verzweigten Optionen, deren Ausgang vom Verhalten der Spielenden abhängt, sowie ein durchgehender Handlungsstrang. Verbündete lassen sich am eigenen C.A.M.P. ansiedeln und vergeben dort Aufträge. Bethesda verzichtet zudem auf Levelvoraussetzungen für den Zugang zu den neuen Inhalten, sodass auch Bestandsspieler unmittelbar einsteigen können. Für Neueinsteiger wird die Inhaltsmenge über eine Wastelanders-Edition gebündelt, die das Basisspiel und die Erweiterung zusammenfasst.
Verschiebung als Folge des Wechsels ins Homeoffice
Der ursprüngliche Termin für Wastelanders war der 7. April 2020. Bethesda Game Studios verschob den Start am 26. März 2020 um eine Woche auf den 14. April und nannte als Grund die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Studiobetrieb. Da die Entwicklung pandemiebedingt ins Homeoffice verlagert wurde, war die abschließende Testphase für das Update beeinträchtigt. Deshalb musste der Veröffentlichungstermin nach hinten rücken. Die Qualitätssicherung umfangreicher Live-Service-Inhalte hängt stark an eingespielten Arbeitsabläufen, und genau diese brachen mit dem kurzfristigen Umzug ins Homeoffice weg. Dass die Verschiebung mit nur einer Woche vergleichsweise gering ausfiel, deutet darauf hin, dass die zentrale Entwicklungsarbeit zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen war und vor allem die Verifikation unter den neuen Bedingungen mehr Zeit beanspruchte.
