Europäische Gamesbranche erreicht 24 Milliarden Euro Umsatz

Die europäische Gamesbranche hat 2024 einen kombinierten Umsatz von 24 Milliarden Euro erzielt. Das geht aus dem 2024 European Video Game Industry Insights Report hervor, den die European Games Developer Federation (EGDF) gemeinsam mit Video Games Europe veröffentlicht hat. Die Erhebung zählt rund 6.600 Studios und mehr als 95.000 Beschäftigte.

Der Bericht bündelt nationale Daten aus 28 europäischen Ländern. Erfasst werden neben EU-Mitgliedstaaten auch unter anderem das Vereinigte Königreich, Norwegen, die Türkei und weitere europäische Märkte. Die Verbände sehen bei Umsatz und Studiozahl in mehreren Ländern weiteres Wachstum.

Beschäftigung stagniert in Teilen Europas

Bei der Beschäftigung fällt das Bild gemischter aus. Entlassungen, Konsolidierungen und sinkende Mitarbeiterzahlen führten laut EGDF in einzelnen Ländern zu einer Stagnation oder einem leichten Rückgang. Der Verband spricht von einem ersten Rückgang der Beschäftigung in Teilen der Branche seit mehreren Jahren.

Schweden bleibt mit mehr als 1.100 Studios ein wichtiger Standort für neue Entwicklerunternehmen innerhalb der EU. Das Vereinigte Königreich kommt laut Bericht auf rund 2.100 Studios und stellt mit mehr als 28.000 Beschäftigten den größten Talentmarkt Europas. In der EU verfügt Polen mit knapp 15.000 Beschäftigten über die größte Games-Arbeitsbasis. Deutschland ist im Bericht ebenfalls enthalten, die Mitteilung nennt dafür jedoch keine einzelne Kennzahl im Lead.

Umsatzschwerpunkte und Talentzentren

Zypern wird im Bericht mit einem kombinierten Branchenumsatz von 4,3 Milliarden Euro als größter Umsatzstandort innerhalb der EU genannt. Bei den Talentzentren führt Istanbul mit mehr als 9.300 Beschäftigten, gefolgt von Warschau, London, Stockholm, Barcelona und Paris. Die vollständigen Länder- und Städtewerte stehen im {source_link(„https://www.egdf.eu/2024-european-video-games-industry-insight-report/“,“offiziellen Report von EGDF und Video Games Europe“)}.

Der neue europäische Befund ergänzt den jüngsten Bericht zur deutschen Gamesbranche, der Markt- und Unternehmensdaten für Deutschland separat betrachtet. Beide Veröffentlichungen trennen Umsatzentwicklung und Beschäftigung, statt die Entwicklung des europäischen Standorts auf eine einzelne Kennzahl zu reduzieren.

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