Die ESA Foundation hat im Juli 2026 31 Studierende mit Stipendien zwischen 5.000 und 10.000 US-Dollar für Karrieren in Spieleentwicklung und E-Sport ausgezeichnet. Die Kohorte 2026-27 ist Teil des längerfristigen Engagements der Stiftung, der nächsten Generation an Entwicklern und E-Sport-Talenten den Weg in die Branche zu eröffnen und gleichzeitig die Vielfalt im US-Spielemarkt zu erweitern.
Das Programm der Stiftung des US-Spieleverbands Entertainment Software Association (ESA) umfasst zwei Förderlinien: das Computer and Video Game Arts and Sciences Scholarship für angehende Spieleentwickler sowie das Esports Scholarship für Spieler und Teammanager im Wettkampfbereich. Neben der finanziellen Unterstützung erhalten die Stipendiaten Mentoring-Sessions mit Branchenprofis, Zugang zu Networking-Kanälen und Tickets für Fachmessen wie die Game Developers Conference.
Kohorte 2026-27 aus acht US-Universitäten
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Jahrgangs 2026-27 kommen unter anderem von der University of Oregon, der UC Berkeley, der Stanford University, der Yale University, der University of Southern California, der Howard University, dem Dartmouth College und der Tennessee Tech University. Beworben hatten sich Vollzeit-Undergraduates an US-Vierjahres-Universitäten mit Mindestnotendurchschnitt 2,5, nachgewiesenem Finanzbedarf und einem Karriereziel in Games oder E-Sport. Bei der Auswahl legt die Stiftung ausdrücklichen Wert auf Frauen, nichtbinäre, geschlechtlich nichtkonforme und unterrepräsentierte Studierende.
Zu den Ausgezeichneten zählt Manfred-Lamont Tabe von der University of Southern California, der als 2D-Artist an einem Beat-‚em-up-Projekt der USC-Spieleabteilung arbeitet. Sein Ziel sind Spiele, die Kindern mit Sprachstörungen das Lernen intuitiver machen. „Die ESA-Foundation-Stipendien unterstützen nicht nur mein Studium, sondern verbinden mich mit einer Gemeinschaft von Entwicklerinnen und Entwicklern, die sich ein inklusives Gaming zum Ziel gesetzt haben“, sagte Tabe. Der Stipendiat Xavier Gonzalez ergänzte, das Programm habe ihm gezeigt, dass eine Karriere in Games kein Traum bleibe, sondern etwas sei, das man aktiv ansteuern und erreichen könne.
Nite to Unite bringt 1,15 Millionen Dollar ein
Finanziert werden die Stipendien unter anderem aus der 24. Ausgabe des jährlichen Spendenabends Nite to Unite, der in diesem Jahr unter dem Motto „Pathways and Portals“ lief und 1,15 Millionen US-Dollar einbrachte. Das Geld fließt in Stipendien, Grants sowie in Programme für Talentförderung, Accessibility, Wellness und Inklusion. Seit ihrem Bestehen hat die ESA Foundation nach eigenen Angaben mehr als 24 Millionen US-Dollar gesammelt und über 475 Stipendien vergeben.
„Gute Spiele und starke E-Sport-Communities werden von leidenschaftlichen Menschen mit frischen Ideen, kreativer Ambition und dem Willen, etwas zu bewegen, aufgebaut“, sagte Sue Madden, Executive Director der ESA Foundation. „Unser Stipendienprogramm soll Studierenden helfen, diese Leidenschaft in einen Weg in die Spielebranche zu verwandeln.“ Ähnliche Stipendienprogramme für Indie- und Mid-Tier-Entwickler hatte im Juli auch Xsolla zur gamescom 2026 aufgelegt, und bereits 2024 lief ein Scholarship-Programm auf der devcom zur Förderung von Inklusion und Vielfalt in der Entwickler-Community.
Die vollständige Kohorte 2026-27 und weitere Details zum Programm sind auf der Scholars-Seite der ESA Foundation zu finden.
