Electronic Arts ist nach 37 Jahren nicht mehr an der Börse notiert. Die offizielle SEC-Einreichung zum Abschluss der Übernahme bestätigt, dass die Fusion am 4. August 2026 vollzogen wurde. Die Aktie wurde nach Handelsschluss von der Nasdaq genommen.
Das Investorenkonsortium aus dem saudischen Public Investment Fund, Silver Lake und Affinity Partners zahlt 210 US-Dollar je Aktie. Mit dem Vollzug wurde Electronic Arts zu einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der eigens gegründeten Oak-Eagle AcquireCo. Der Gesamtwert der Transaktion liegt bei rund 55 Milliarden US-Dollar.
PIF hält den größten Anteil
Die Beteiligungsstruktur geht aus einer aktualisierten Schedule-13D-Meldung des Public Investment Fund hervor. Der saudische Staatsfonds hält demnach rund 93,4 Prozent an der neuen Eigentümerstruktur. Silver Lake kommt auf etwa 5,5 Prozent, Affinity Partners auf rund 1,1 Prozent.
Für Electronic Arts endet damit die Zeit als börsennotierter Publisher. Die Gesellschaft setzte den Handel der EA-Aktie vor dem Börsenstart am 5. August aus und beantragte die Entfernung aus dem Nasdaq-Register. Mit der am 14. August eingereichten Form 15 beantragte EA außerdem die Beendigung der Registrierung und der regelmäßigen Berichtspflichten nach dem US-Wertpapierrecht.
Die Übernahme war bereits im Vorfeld Gegenstand mehrerer Meldungen. Der Abschluss folgt auf die Meldung über die letzte Genehmigungsphase vom 1. August. Für die Entwicklung künftiger Spiele bedeutet der Eigentümerwechsel vor allem, dass strategische Entscheidungen nicht mehr unter dem unmittelbaren Druck öffentlicher Quartalsberichte stehen.
