Mehrere ehemalige und aktuelle Beschäftigte von Xbox-Studios beschreiben in einem am 15. Juli 2026 veröffentlichten Bericht von Game Developer den Verlust an internem Fachwissen durch die jüngste Entlassungswelle als gravierend. Ein anonym zitierter ehemaliger Mitarbeiter erklärt, das über Jahre aufgebaute institutionelle Wissen gehe unwiederbringlich verloren, sobald Betroffene die Spielebranche komplett verließen.
Gute Arbeit schützt laut Betroffenen nicht vor Kündigung
Ein Beschäftigter von Bethesda Game Studios wird mit den Worten zitiert, gute Arbeit schütze bei diesem Unternehmen nicht mehr vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Bei id Software berichtet ein Entwickler, sich kaum vorstellen zu können, wie das Studio nach den Kürzungen noch ein weiteres Spiel auf Basis der id-Tech-Engine fertigstellen soll, da ein Großteil des Engine-Support-Teams sowie des Teams für die Doom: The Dark Ages-Erweiterung nicht mehr im Unternehmen sei.
Nach Angaben der Betroffenen wurden viele der Kündigungen in kurzen Videocalls mit deaktivierter Chatfunktion mitgeteilt, ohne dass Microsoft im Vorfeld nachvollziehbare Kriterien für die Auswahl genannt habe. Mehrere Gewerkschaften der betroffenen Studios haben inzwischen rechtliche Schritte gegen den Umgang mit den Kürzungen eingeleitet.
Weitere 1.600 Stellen sollen noch folgen
Besonders belastend wirkt nach Schilderung der Befragten die Aussicht auf weitere Kürzungen. Von den insgesamt rund 3.200 angekündigten Stellen wurde bislang etwa die Hälfte umgesetzt, die restlichen rund 1.600 sollen im laufenden Geschäftsjahr noch folgen. Ein Betroffener sagt dazu, er könne nicht nachvollziehen, wie sich verbliebene Beschäftigte bei Xbox-Studios angesichts dieser Aussicht noch sicher fühlen könnten.
