Phil Spencer kündigte im offiziellen Xbox-Podcast vom 25. Januar 2019 an, dass Microsoft bei der E3 2019 so groß auftreten wolle wie nie zuvor. Das Team habe intern über eine kleinere Präsenz gesprochen, sich dann aber für den vollständigen Auftritt entschieden. Spencer sprach außerdem über die langfristige Ausrichtung von Xbox und den Stand von Project xCloud.
Für die Messe plante Microsoft laut Spencer Gespräche über kurzfristige und langfristige Vorhaben. Er verwies auf die Arbeit der Business-Development-Teams und auf Änderungen beim Auftritt im Microsoft Theater. Welche Spiele und Projekte tatsächlich gezeigt werden sollten, ließ der Xbox-Chef zu diesem Zeitpunkt offen.
Project xCloud als Praxistest
Spencer berichtete im selben Gespräch, dass er Project xCloud während eines Aufenthalts auf Hawaii ausprobiert hatte. Auf dem verwendeten Gerät erhielt er dieselben Xbox-Live-Benachrichtigungen und Partyeinladungen wie beim Spielen an einer Konsole. Die interne Nutzung sollte zeigen, wie sich der Dienst vor einer breiteren Freigabe anfühlt und welche Rückmeldungen noch in die Entwicklung einfließen müssen.
Gleichzeitig bremste Spencer Erwartungen an einen schnellen Ersatz der Konsole. Er rechnete damit, dass es Jahre dauern werde, bis Cloud-Gaming für Millionen Spieler der wichtigste Zugangsweg sei. Microsoft wolle deshalb weiterhin die bestehende Konsolenbasis und den PC stärken, während die längerfristige Strategie mehrere Geräte und gemeinsame soziale Funktionen umfasst.
Mehr Studios und ein breiterer Xbox-Fokus
Als Teil der 2018 begonnenen Ausweitung verwies Spencer auf sechs neue Studios und das zusätzlich aufgebaute Team The Initiative. 2019 sollte die Organisation vom Aufbau in die Umsetzung wechseln. Die Entwicklung neuer Spiele, die Ausweitung von xCloud auf den PC und der Ausbau der Plattform sollten dabei parallel vorangetrieben werden. Zur damaligen Studiooffensive gehörte auch die Erweiterung der Microsoft Studios.

