DirectX: Microsoft bringt Cooperative Vectors für Neural Rendering als Preview-Release

Auf der GDC 2025 hat Microsoft die Unterstützung von Cooperative Vectors in DirectX 12 angekündigt. Die Auslieferung als Vorabversion über ein Preview Agility SDK ist für Ende April 2025 geplant. Bei Cooperative Vectors handelt es sich um ein neues Programmierfeature, das mit Shader Model 6.9 kommt und Vektor- sowie Matrixoperationen in Hardware beschleunigt. Damit wandern Techniken des Neural Rendering direkt in die Echtzeit-Renderpipeline, ohne dass kleine neuronale Netze die komplette GPU blockieren.

Im Kern beschleunigen Cooperative Vectors die Matrix-Vektor-Multiplikation, und zwar mit Vektoren beliebiger Größe. Genau solche Operationen bilden die Grundlage für die Inferenz neuronaler Netze, und sie laufen in verschiedenen Shader-Stufen, etwa im Pixel-Shader. Entwickelt wird das Feature gemeinsam mit den Hardwareherstellern NVIDIA, AMD, Intel und Qualcomm, damit die Implementierung über alle Hersteller hinweg funktioniert. Die HLSL-Spezifikationen pflegt Microsoft im öffentlichen Repository, der Compiler DXC bekommt eine passende Vorabunterstützung für Shader Model 6.9.

Was sonst noch zur GDC 2025 für DirectX kam

Die Cooperative Vectors stecken in einem größeren Update, das Microsoft zur Game Developers Conference 2025 zeigte. Mit dabei sind DirectX Raytracing 1.2 samt den beiden Erweiterungen Opacity Micromaps und Shader Execution Reordering sowie modernisierte Werkzeuge in PIX. Bei Opacity Micromaps spricht Microsoft von bis zu 2,3-facher Leistung in pfadverfolgten Titeln, bei Shader Execution Reordering von einer in bestimmten Szenarien doppelt so schnellen Ausführung. Das gemeinsame Vorab-Paket aus DXR 1.2, Cooperative Vectors und den PIX-Verbesserungen ist für das Preview Agility SDK Ende April 2025 vorgesehen.

Als zentrales Beispiel nennt Microsoft die Neural Block Texture Compression. Dieses Verfahren senkt den Speicherbedarf von Texturen deutlich und soll dabei die visuelle Qualität halten. Genannt werden außerdem neuronales Supersampling und Denoising für die Echtzeit-Pfadverfolgung. NVIDIA liefert sein Neural Shading SDK mit Unterstützung für DirectX und Cooperative Vectors und sagt Treiberunterstützung über die GeForce-RTX-Reihe zu. Parallel arbeitet Microsoft mit AMD, Intel und Qualcomm an einer breiteren Verbreitung.

Was das für Entwickler ändert

Mit der Vorabversion gibt es erstmals einen standardisierten Zugang zu hardwarebeschleunigten neuronalen Operationen über die DirectX-API, der nicht an einen einzelnen Hersteller hängt. Dass das Feature in das Agility SDK und die HLSL-Spezifikationen wandert, spricht für eine feste Verankerung im DirectX-12-Stack. Genauere Vorgaben zu DXC-Versionen, zum Agility SDK und zur Treiberverfügbarkeit folgten mit der eigentlichen Vorab-Auslieferung. Weitere Informationen zur DirectX-Roadmap sind zu finden unter dem verlinkten Beitrag des DirectX Developer Blog.

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