Microsoft hat DirectX 12 Ultimate am 19. März 2020 als gemeinsamen Funktionsrahmen für Windows-PCs und Xbox Series X vorgestellt. Das Label bündelt DirectX Raytracing 1.1, Variable Rate Shading, Mesh Shaders und Sampler Feedback. Microsoft beschreibt die vier Funktionen als gemeinsame Basis, damit Entwickler dieselben Grafikmerkmale auf PC und Konsole anvisieren können.
Zum Entwicklungsumfeld gehören außerdem PIX als Werkzeug zur Grafikoptimierung und der Open-Source-HLSL-Compiler. Die Ankündigung im DirectX Developer Blog ordnet DirectX 12 Ultimate als Erweiterung innerhalb der bestehenden DirectX-12-Plattform ein, nicht als inkompatiblen Neustart.
AMD ordnet RDNA 2 der gemeinsamen Featurebasis zu
In einem Partnerbeitrag vom selben Tag ordnete AMD die vollständige Unterstützung von DirectX 12 Ultimate der kommenden RDNA-2-Architektur für Radeon und Xbox Series X zu. Das dort gezeigte Video bezeichnete AMD als „DXR 1.1 Raytracing Running on AMD RDNA 2 Silicon“. Diese Bezeichnung beschreibt ein Demo auf RDNA-2-Silizium; sie belegt nicht, dass das Video eine konkrete Xbox-Series-X-Aufnahme zeigt. Der historische AMD-Beitrag ist über einen Archivlink nachvollziehbar.
Ältere Hardware bleibt kompatibel
Microsoft bezeichnete DirectX 12 Ultimate als additive Initiative. Spiele mit den neuen Funktionen sollten laut der Ankündigung auch auf Hardware ohne vollständiges DX12-Ultimate-Label laufen können, dann mit eingeschränkten visuellen Vorteilen. Die gemeinsame Featurebasis beschreibt damit die Zielmerkmale moderner Hardware, nicht eine pauschale Unbrauchbarkeit älterer Grafikkarten.

