Microsoft hat die DirectStorage-API am 14. März 2022 für Windows-Spiele freigegeben. Damit liegt das SDK nun öffentlich vor, und die Schnittstelle steht erstmals breit für PC-Titel offen. Bislang war sie vor allem ein Thema rund um die Xbox Series X und Series S. Die API soll moderne Speichergeschwindigkeiten beim Asset-Streaming ausreizen und so die Ladezeiten in Spielen drücken. Die Ankündigung im DirectX Developer Blog stammt von Cassie Höf, Principal Program Manager im DirectX-Team.
Windows 11 und NVMe-SSD bringen die volle Leistung
DirectStorage läuft auch unter Windows 10. Für Spiele empfiehlt Microsoft allerdings Windows 11, weil dort die aktuellen Speicheroptimierungen schon ab Werk drinstecken. Wer das Maximum herausholen will, sollte seine Spiele auf einer NVMe-SSD installieren. So steigt der IO-Durchsatz, und die API zeigt, was sie kann. Zwingend ist NVMe-Hardware nicht. Das volle Potenzial gibt es aber erst auf solchen Datenträgern.
Was Entwickler jetzt bekommen und was noch fehlt
Alle Ressourcen zur Einbindung der API liegen unter aka.ms/directstorage bereit, darunter das NuGet-Paket, Beispielcode auf GitHub und die Dokumentation. PIX für Windows unterstützt DirectStorage von Tag eins an, sodass sich die Speicherzugriffe eines Titels analysieren lassen. Als nächsten Schritt nennt Microsoft die GPU-Dekompression. Damit sollen Entwickler mehr Kontrolle über Ressourcen erhalten und steuern, wie die Hardware arbeitet. Zum Start der API fehlt diese Funktion noch.