Devolver Digital will seine Zulassung zum Handel am Londoner AIM beenden. In der Mitteilung vom 6. August 2026 nennt das Unternehmen geringe Handelsliquidität, Marktvolatilität, laufende Kosten und eine aus Sicht des Boards nicht angemessene Bewertung als Gründe.
Parallel plant Devolver ein Tender Offer über bis zu 5 Millionen US-Dollar zu 16 Pence je Aktie. Das entspricht laut Mitteilung rund 4,71 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals. Ein weiteres Angebot über bis zu 5 Millionen US-Dollar soll innerhalb von zwölf Monaten nach der Streichung der Börsennotierung folgen können.
Abstimmung im September
Die Aktionäre sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über den Schritt abstimmen. Der letzte Handelstag ist derzeit für den 15. September 2026 vorgesehen, die Streichung vom AIM für den 16. September 2026. Devolver rechnet mit jährlichen Einsparungen von rund 1,6 Millionen US-Dollar, wenn Kosten für Börsennotierung, Beratung und Publizitätspflichten wegfallen.
Für die Games-Branche ist der Fall ein weiteres Beispiel für die angespannte Lage kleiner und mittelgroßer Publisher an öffentlichen Märkten. XboxDev hatte diesen Druck zuletzt im Überblick zur wirtschaftlichen Lage der globalen Gaming-Industrie 2025 beschrieben.
