Resident Evil 7 biohazard ist auf dem PC innerhalb weniger Tage nach dem Verkaufsstart geknackt worden. Denuvo reagierte am 1. Februar 2017 in einem Gespräch mit Eurogamer auf den frühen Umgehungsfall und verwies auf die Grenzen der eigenen Anti-Tamper-Lösung. Das Unternehmen beschreibt den Schutz als schwer zu überwinden, aber nicht als unknackbar.
Denuvo will aus der Umgehung lernen
Denuvo kündigte an, die Erkenntnisse aus dem Fall in Sicherheitsupdates für kommende Versionen einfließen zu lassen. Marketing-Direktor Thomas Goebl verwies zugleich darauf, dass ungeschützte Spiele und Updates häufig bereits am Veröffentlichungstag illegal verbreitet werden. Aus Sicht des Unternehmens hatte der Schutz bei Resident Evil 7 deshalb trotz des frühen Cracks einen zeitlichen Effekt.
Die Anti-Tamper-Technik ist Teil der technischen Schutzschicht rund um die PC-Version eines Spiels. Ein älterer Beitrag zu Denuvo Anti-Tamper beschrieb bereits die Analyse von Programmen und gezielte Änderungen am geschützten Code. Der Fall von Resident Evil 7 zeigte nun, dass auch diese Verfahren nach einer gewissen Zeit umgangen werden können.
Keine vertragliche Rückerstattung bei frühem Crack
Ob Capcom den Kopierschutz aus Resident Evil 7 entfernen oder eine Rückerstattung verlangen könnte, blieb offen. Denuvo erklärte, es gebe bei keinem Vertragspartner eine Vereinbarung, nach der die Kosten bei einer Umgehung innerhalb eines bestimmten Zeitraums erstattet werden. Eine konkrete Entscheidung von Capcom zur weiteren Nutzung der Technik wurde nicht genannt.

