Am 27. April 2019 veröffentlichte das dänische Kulturministerium eine nationale Strategie für Esport. Die Regierung wollte damit die Verbreitung des organisierten Videospielsports unterstützen und Akteure aus Vereinen, Verbänden, Wirtschaft und Bildung zusammenbringen. Ein neues Esportpanel sollte noch vor dem Sommer Empfehlungen für die weitere Arbeit vorlegen.
Wachstum und klare Regeln
Das Ministerium beschrieb Esport als wachsendes Sport- und Geschäftsfeld. Die Strategie nennt Sponsoring, Werbung, Ausrüstung, Merchandising, exklusive Inhalte und Eintrittskarten als wichtige Bereiche der Wertschöpfung. Für die kommenden Jahre wurde im Dokument ein internationales Marktvolumen von bis zu zehn Milliarden dänischen Kronen erwartet. Die offizielle National Strategy for Esport fasst diese wirtschaftlichen Ziele und die geplanten Maßnahmen zusammen.
Parallel dazu ging es um die Integrität von Wettbewerben. Das Papier nennt gemeinsame Regeln gegen Betrug, Skin Betting und toxisches Verhalten als Arbeitsfelder. Die Regierung wollte außerdem Vereine einbinden, damit Gemeinschaft und Bewegung im Alltag der Spieler einen größeren Platz erhalten. Talentförderung und bessere Bedingungen für weibliche Akteure gehörten ebenfalls zu den genannten Zielen.
Esportpanel soll Empfehlungen ausarbeiten
Das geplante Panel sollte eine nachhaltige Struktur vom Breitensport über Talentförderung und Elite bis zu professionellen Ligen und Veranstaltungen untersuchen. Dazu kamen Fragen zur Integrität, zu gesetzlichen Rahmenbedingungen und zu kommerziellen Möglichkeiten für Wachstum, Unternehmertum und Beschäftigung. Die Strategie behandelte Esport damit als Teil einer größeren digitalen Spielewirtschaft und nicht nur als Turnierbetrieb.
Die wirtschaftliche Seite des Feldes zeigte sich bereits bei den Investitionen von Mercedes-Benz und dem 1. FC Köln in SK Gaming. Die dänische Strategie verband solche Marktaktivitäten mit Fragen zu Vereinsstrukturen, Jugendarbeit und fairen Wettbewerbsbedingungen.

