ESL hat Sanktionen gegen drei CS:GO-Coaches veröffentlicht, die einen Spectator-Bug in Live-Turnieren ausgenutzt haben sollen. Betroffen sind Aleksandr „MechanoGun“ Bogatiryev von Hard Legion, Nicolai „HUNDEN“ Petersen von Heroic und Ricardo „dead“ Sinigaglia von MIBR.
Nach ESL-Angaben konnte der Bug dazu führen, dass ein Coach als Zuschauer an einer festen Position auf der Map landete und dort Informationen erhielt, die im normalen Spielbetrieb nicht zugänglich sein sollten. Die Untersuchung betraf Matches aus ESL- und DreamHack-Wettbewerben. ESL konsultierte dabei die Esports Integrity Commission, die auf XboxDev bereits früher im Zusammenhang mit Sanktionen gegen CS:GO-Betrug Thema war.
Bans, Disqualifikation und Preisgeldverlust
MechanoGun erhielt eine Sperre von 24 Monaten, HUNDEN eine Sperre von 12 Monaten und dead eine Sperre von 6 Monaten. Die betroffenen Teams wurden rückwirkend aus den jeweiligen Turnieren disqualifiziert, verloren ESL-Pro-Tour-Punkte und mussten Preisgeld abgeben.
Der Fall war für die eSports-Szene deshalb relevant, weil er nicht nur einzelne Personen betraf. Er zeigte, wie stark die Integrität professioneller Wettbewerbe von Regelwerken, technischer Prüfung und konsequenter Sanktionierung abhängt. Für Veranstalter wie ESL ging es damit auch um Vertrauen in Online- und LAN-Wettbewerbe, deren Ergebnisse wirtschaftliche Folgen für Teams, Sponsoren und Spieler haben.