Crytek hat am 12. Dezember 2017 Klage gegen Cloud Imperium Games und Roberts Space Industries wegen Vertragsbruch und Urheberrechtsverletzung eingereicht. Das Verfahren vor dem US-Bundesgericht für den Central District of California trägt das Aktenzeichen 2:17-cv-08937. Es betrifft die Lizenzierung der CryEngine für Star Citizen.
Nach Darstellung von Crytek galt die 2012 geschlossene Vereinbarung nur für ein Spiel. Das separat angebotene Squadron 42 sei deshalb nicht gedeckt. Weitere Vorwürfe betreffen entfernte Markenhinweise, den angekündigten Wechsel zu Amazon Lumberyard und nicht übermittelte Fehlerkorrekturen sowie Optimierungen. Das sind Behauptungen der Klägerin, keine gerichtlich festgestellten Verstöße.
Cloud Imperium weist die Klage zurück
Cloud Imperium bezeichnete die Klage in einer von PC Gamer am 13. Dezember veröffentlichten Stellungnahme als unbegründet. Das Studio erklärte, nach dem Wechsel zu Amazon Lumberyard schon länger keine CryEngine mehr zu verwenden. Es kündigte eine gerichtliche Verteidigung an.
Crytek fordert Schadensersatz und Unterlassungsmaßnahmen. Eine abschließende Entscheidung lag bei Einreichung nicht vor. Der Streit betrifft die Reichweite einer Engine-Lizenz und nicht nur technische Unterschiede zwischen den Entwicklungswerkzeugen.
Crytek nutzte die eigene CryEngine auch für VR-Projekte wie Robinson: The Journey und The Climb. Bei der Lizenzierung an andere Studios kommen neben der Technik vertragliche Pflichten zu Markenhinweisen, Änderungen und erlaubten Projekten hinzu.

