Der Grafikdesigner Ludvig Lindqvist will per Crowdfunding 20.000 Euro für eine Klage gegen Crytek sammeln. Golem berichtet am 15. Dezember 2016 über seine Vorwürfe wegen ausstehender Gehälter. Das Geld soll die anwaltliche Durchsetzung seiner Lohnansprüche finanzieren, nicht eine bereits zugesprochene Entschädigung darstellen.
Nach seinen im Bericht wiedergegebenen Angaben arbeitete Lindqvist von März 2015 bis Dezember 2016 in Frankfurt. Wegen zweier unbezahlter Monate habe er fristlos gekündigt. Als letzten Arbeitstag nennt er den 8. Dezember.
Vorwürfe betreffen wiederholte Zahlungsverspätungen
Lindqvist wirft dem Studio verspätete Gehaltszahlungen seit Mai 2016 vor. Beim Verfassen der Kampagne am 14. Dezember seien seit der letzten Zahlung 58 Tage vergangen. Diese Angaben stammen vom ehemaligen Mitarbeiter; sie sind kein gerichtlicher Befund.
Eine öffentliche Stellungnahme von Crytek zu den Vorwürfen lag laut Golem zum Zeitpunkt des Berichts nicht vor. Ein Urteil oder eine erfolgreiche Finanzierung der Klage ist damit nicht belegt.
Das Frankfurter Studio entwickelt Spiele und die CRYENGINE. Für die gamescom 2016 hatte Crytek öffentliche VR-Demos von Robinson: The Journey und The Climb angekündigt. Aus den Zahlungsangaben lässt sich keine konkrete Auswirkung auf diese Projekte ableiten.

