Start Entwicklung Crytek entlässt rund 60 Mitarbeiter und legt nächstes Crysis auf Eis

Crytek entlässt rund 60 Mitarbeiter und legt nächstes Crysis auf Eis

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Crytek entlässt rund 60 Mitarbeiter und legt nächstes Crysis auf Eis
Crytek entlässt rund 60 Mitarbeiter und legt nächstes Crysis auf Eis - Bild: https://xboxdev.com/crytek-baut-15-prozent-der-belegschaft-ab-fokuswechsel-von-crysis-zu-hunt-showdown-1896/

Der Frankfurter Entwickler und CryEngine-Anbieter Crytek hat am 12. Februar 2025 angekündigt, rund 60 Mitarbeiter zu entlassen. Das entspricht etwa 15 Prozent der ungefähr 400 Beschäftigten des Studios. Als Grund nennt das Unternehmen ungünstige Marktdynamiken, die die Spielebranche in den vergangenen Jahren getroffen haben. Betroffen sind nach Angaben des Studios sowohl Entwicklungsteams als auch Mitarbeiter aus zentralen Servicebereichen. Die Entlassenen sollen Abfindungspakete sowie Unterstützung bei der weiteren beruflichen Orientierung erhalten.

Nächstes Crysis bereits seit Q3 2024 pausiert

Die Entwicklung des nächsten Crysis-Titels, 2022 angekündigt, liegt offiziell auf Eis. Bereits im dritten Quartal 2024 hatte Crytek das Projekt gestoppt und versucht, die betroffenen Entwickler in das Team von Hunt: Showdown 1896 zu überführen. Laut Crytek war dieser Schritt Teil des Versuchs, Betriebskosten und Entwicklungsausgaben zu senken. In der Stellungnahme heißt es, dass Hunt: Showdown 1896 zwar weiter wachse, das Studio aber nicht wie bisher fortfahren und zugleich finanziell tragfähig bleiben könne. Die Umstrukturierung reiht sich in eine Welle ein, die seit 2023 zahlreiche Studios erfasst hat, von kleinen Teams bis zu großen Häusern wie bei den Entlassungen bei Ubisoft. Nach einer Phase aggressiver Expansion folgt eine Konsolidierung auf wenige, ertragsstarke Projekte.

Fokus auf Hunt: Showdown 1896 und CryEngine

Nach dem Stellenabbau richtet Crytek den Betrieb auf den Live-Service-Shooter Hunt: Showdown 1896 und die Pflege der hauseigenen CryEngine aus. Der Fall berührt das Xbox-Umfeld gleich mehrfach. Etablierte deutsche AAA-Entwickler stehen unter Druck, wenn ihr Portfolio stark von einzelnen Marken abhängt. Hinzu kommt die Neuausrichtung eines Engine-Anbieters, dessen Technologie über Jahre als Alternative zu Unreal und Unity galt. Mit der Verlagerung auf ein einzelnes wachsendes Produkt und die fortgesetzte Engine-Unterstützung will Crytek seine wirtschaftliche Basis stabilisieren, während ambitionierte Premiumprojekte wie das nächste Crysis vorerst zurückgestellt bleiben.

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