Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat Mittel ab 2017 für eine gemeinsame Computerspielesammlung bereitgestellt. Das teilte die USK am 17. November 2016 mit. Mehr als 50.000 Computer- und Videospiele sollen in das Vorhaben einfließen. Die Stiftung Digitale Spielekultur übernimmt die Koordination.
Datenbank zuerst, gemeinsamer Standort später
Zusammengeführt werden sollen Bestände des Computerspielemuseums, der USK, des Zentrums für Computerspielforschung DIGAREC an der Universität Potsdam und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Die erste Phase sieht für 2017 eine öffentlich zugängliche gemeinsame Datenbank vor. Danach sollen die physischen Sammlungen an einem Ort vereint werden.
Die Alte Münze in Berlin nennen die zuständigen Berichterstatter als möglichen Standort. Eine verbindliche Standortentscheidung oder einen Eröffnungstermin enthält die Mitteilung nicht. Auch eine konkrete Fördersumme wird dort nicht angegeben.
Bewahrung statt bloßer Zusammenzählung
Grundlage ist ein Leitbild aus einer vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderten Machbarkeitsstudie. Es geht um Erschließung und langfristigen Erhalt der Bestände, nicht allein um deren Umfang. Eine öffentlich durchsuchbare Datenbank ist dabei nicht gleichbedeutend mit frei herunterladbaren Spielen.
Die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung von Games war bereits Thema auf der gamescom 2015. Das Archivvorhaben betrifft nun die dauerhafte Bewahrung dieser Produktionen für Forschung und Öffentlichkeit.

