Laura Miele, damals Chief Studios Officer von Electronic Arts, hat am 23. Mai auf der Collision 2019 in Toronto eine Vision vernetzter Spielwelten mit gemeinsamen Avataren beschrieben. GamesIndustry.biz berichtete über den Vortrag und sprach anschließend mit ihr.
Miele stellte sich Welten vor, die Spielerfahrungen aus anderen Spielen berücksichtigen und mithilfe maschinellen Lernens auf persönliche Interessen reagieren. Sie erwartete solche Erfahrungen innerhalb der folgenden zehn Jahre. Das war eine Prognose, keine Ankündigung eines datierten EA-Produkts.
Betreiber und gemeinsame Identität bleiben offen
Im Gespräch ließ Miele offen, ob eine solche Umgebung von EA, Microsoft oder einem noch nicht existierenden Unternehmen betrieben würde. EAs Netzwerk und Identitätssystem seien ein Anfang, beantworteten aber nicht die Frage nach einer gemeinsamen Identität über Anbietergrenzen.
Als Antrieb für plattformübergreifendes Spielen nannte sie den Wunsch, mit Freunden auf anderen Geräten zu spielen. Geschäftliche Vereinbarungen und Partnerschaften seien dabei noch zu klären.
Spielen als soziale Erfahrung
In ihrem eigenen Beitrag zum Collision-Vortrag betont Miele die soziale Bedeutung von Spielen. Sie verweist auf gemeinsame Erlebnisse und die Möglichkeit, Verbindungen über kulturelle Grenzen hinweg aufzubauen. Diese Bewertung ist ihre Position; die dort angeführten Reichweitenzahlen werden hier ohne dokumentierte Erhebungsmethode nicht übernommen.

