ASUS hat im Rahmen der CES 2024 den ROG NUC vorgestellt, den ersten Gaming-Mini-PC der Marke Republic of Gamers. Das Unternehmen hat das Gerät am 9. Januar 2024 angekündigt und kombiniert darin eine Intel-Core-Ultra-Plattform mit dedizierter NVIDIA-GeForce-RTX-40-Grafik in einem Gehäuse mit einem Volumen von 2,5 Litern. Der ROG NUC entsteht im Anschluss an Intels Rückzug aus der Eigenfertigung der NUC-Reihe, deren Entwicklung und Vertrieb ASUS übernommen hat.
Hardware und Konfigurationen
Der ROG NUC ist in zwei Ausstattungsvarianten geplant. Die Spitzenkonfiguration setzt auf den Intel Core Ultra 9 185H in Kombination mit einer NVIDIA GeForce RTX 4070 Laptop-GPU, während die günstigere Variante einen Core Ultra 7 155H mit einer GeForce RTX 4060 koppelt. Die Core-Ultra-Prozessoren nutzen eine hybride Architektur aus Performance- und Effizienzkernen sowie eine integrierte NPU für KI-Beschleunigung. Beim Arbeitsspeicher stehen zwei DDR5-SO-DIMM-Steckplätze mit bis zu 64 GB Gesamtkapazität bereit, für den Massenspeicher sind drei M.2-2280-Slots mit PCIe-Gen-4-Anbindung vorgesehen.
Trotz des kompakten Formats legt ASUS Wert auf Zugänglichkeit. Das werkzeuglose Gehäusekonzept soll Aufrüstung und Wartung in wenigen Minuten ermöglichen. An den Anschlussseiten unterstützt der ROG NUC die parallele Ausgabe auf mehreren 4K-Displays und bietet eine Mischung aus Thunderbolt, USB-Typ-A sowie HDMI- und DisplayPort-Ausgängen.
Positionierung als kompakter Gaming-PC fürs Wohnzimmer
Mit dem 2,5-Liter-Formfaktor positioniert ASUS den ROG NUC als kompakte Alternative im Markt der Windows-Gaming-PCs. Das Gerät zielt auf Nutzer, die dedizierte Grafikleistung in einem Gehäuse suchen, das sich auch im Wohnzimmer unterbringen lässt, ohne den Platzbedarf eines klassischen Tower-Systems. Die Übernahme der NUC-Produktlinie von Intel erweitert das ASUS-Portfolio im Segment kompakter Komplettsysteme und überführt einen etablierten Mini-PC-Standard in die Verantwortung eines Drittherstellers. Konkrete Preise und Verfügbarkeitsdaten nannte ASUS zur Ankündigung auf der CES 2024 noch nicht; diese wurden zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht.
Die Baureihe blieb über die folgenden Jahre Teil des ROG-Lineups. Mit dem ROG NUC 16 Edition 20 rückte ASUS später auf eine GeForce RTX 5090 Laptop-GPU nach, hielt am 2,5-Liter-Ansatz aber fest. Auch auf der Computex 2026 spielte die kompakte Klasse weiterhin eine Rolle im ROG-Portfolio.
