Intel zeigte Project Alloy zur CES 2017 in Las Vegas. Ein offizielles Pressefoto dokumentiert die Vorstellung des All-in-one-VR-Headsets durch Brian Krzanich am 4. Januar. Die Messe lief vom 5. bis 8. Januar. Ein anschließender Hands-on-Bericht beschreibt die Möglichkeiten und Probleme des Prototyps.
Golem-Redakteur Marc Sauter berichtet am 9. Januar über seinen Test der Project-Alloy-Demo. Das kabellose System rechnete mit Windows 10 direkt im Headset. Zwei Fischaugen- und zwei Tiefenkameras erfassten den Raum für Inside-out-Tracking. Externe Tracking-Sensoren waren dafür nicht nötig.
Reale Möbel in der virtuellen Szene
In der Demo wurden Möbel durch virtuelle Objekte ersetzt. Die Darstellung nutzte Unity. Sauter beobachtete jedoch wiederkehrende Ruckler und ein zeitweiliges Einfrieren. Ein realer Tisch erschien ungefähr zwei Dezimeter versetzt in der virtuellen Szene. Auch nach dem Verlassen des Tracking-Bereichs durch andere Anwesende blieb diese Abweichung bestehen.
Der Controller erlaubte das Zielen, wurde aber nicht räumlich getrackt. Handgesten wurden in dieser Demo ebenfalls nicht erfasst. Das sind Beobachtungen dieses Vorseriensystems während eines kurzen Messeversuchs, keine Messreihe zur Genauigkeit fertiger Geräte. Die Redaktion hat das Headset nicht selbst getestet.
Tracking-Fehler betreffen die Interaktion
Eine erkannte Raumkontur und die korrekte Position eines einzelnen Möbelstücks sind unterschiedliche Prüffälle. Für Anwendungen mit Bewegung im Raum folgt daraus ein konkreter Testbedarf: Die virtuelle Geometrie muss mit den tatsächlich vorhandenen Hindernissen verglichen werden. Diese redaktionelle Folgerung ist keine Sicherheitsfreigabe für den Prototyp.
Intel hatte Project Alloy bereits im August 2016 als kabellose Plattform mit RealSense vorgestellt. Die CES-Erprobung liefert zusätzliche Beobachtungen zur Umsetzung. Ein angekündigter Entwicklungsansatz und die tatsächlich demonstrierten Eingabefunktionen dürfen dabei nicht gleichgesetzt werden.
Archivhinweis: Der Beitrag beschreibt den Demonstrationsstand vom Januar 2017. Das offizielle Intel-Foto zeigt die Präsentation, nicht Sauters Erprobung. Der Text enthält keine Aussage über heutige Verfügbarkeit oder später erreichte Produktreife.

