Die Bundesregierung plant für 2027 insgesamt 123,8 Millionen Euro für Games-Förderung, Standortstrategie und Computerspielpreis. Der Haushaltsentwurf weist den Betrag im Einzelplan 30, Kapitel 3004, Titel 683 05 aus. Davon sind knapp 119,9 Millionen Euro der Computerspieleförderung des Bundes zugeordnet. Die Zahlen sind Planansätze des Regierungsentwurfs und noch kein beschlossener Haushalt.
So verteilen sich die 123,8 Millionen Euro
| Bereich | Ansatz 2027 |
|---|---|
| Computerspieleförderung des Bundes | 119.898.000 Euro |
| Strategie für den Games-Standort Deutschland | 2.400.000 Euro |
| Computerspielpreis | 1.502.000 Euro |
| Gesamt | 123.800.000 Euro |
Für Projektträgerkosten nennt der Entwurf 5,19 Millionen Euro, für Begleitforschung und Evaluation 50.000 Euro sowie für Fachtagungen 20.000 Euro. Diese Ausgaben werden ausdrücklich aus dem Ansatz finanziert. Sie kommen deshalb nicht zusätzlich zu den 123,8 Millionen Euro hinzu. Auch darf die Gesamtsumme nicht vollständig mit unmittelbaren Zuschüssen an Entwicklerstudios gleichgesetzt werden.
171,1 Millionen Euro für Verpflichtungen in späteren Jahren
Daneben enthält der Titel eine Verpflichtungsermächtigung von 171,1 Millionen Euro. Die vorgesehenen Fälligkeiten verteilen sich auf 2028 bis 2032. Eine solche Ermächtigung erlaubt Verpflichtungen zulasten späterer Haushaltsjahre. Sie ist von den für 2027 veranschlagten Ausgaben zu unterscheiden und erhöht deren Jahresansatz nicht.
Die Bundes-Games-Förderung finanziert mehrjährige Entwicklungsprojekte. Für deren Planung sind sowohl die jährlichen Ausgaben als auch die Möglichkeit künftiger Förderzusagen relevant. Finanzminister Lars Klingbeil hat den Haushaltsentwurf am 8. September 2026 im Bundestag vorgestellt. Über die endgültigen Beträge entscheidet das parlamentarische Haushaltsverfahren.

