Blitzkrieg 3: Nival bringt neuronale Netzwerk-KI in die Echtzeitstrategie

Nival hat General Boris für Blitzkrieg 3 vorgestellt. Die offizielle Ankündigung vom 23. Februar 2017 beschreibt den Gegner als neuronales Netzwerk, das ohne versteckte Informationen über die Partie auskommt. Nach Angaben des Studios sollte die KI mit dem März-Update öffentlich spielbar werden.

Boris analysiert laut Nival alle paar Sekunden den Spielverlauf und erstellt daraus Vorhersagen über das Verhalten des Gegners. Die KI soll eigene Truppen erkunden lassen, Einheiten verlegen und ihre Taktik an die Lage auf der Karte anpassen. Nival bezeichnete den Ansatz als erste neuronale Netzwerk-KI für ein Echtzeitstrategiespiel, formuliert dies aber als eigene Einordnung.

https://www.youtube.com/watch?v=1AB7KGxisAs

Das offizielle Video zu General Boris zeigt unter anderem, wie die KI auf Verstärkungen reagiert und zwischen Angriff und Verteidigung wechselt. Als Beispiel nennt Nival einen Fallschirmjägerangriff auf einen einzelnen Panzer, auf den Boris nach dem Eintreffen weiterer Einheiten mit einer defensiveren Stellung reagiert.

KI ohne Zugriff auf den Nebel des Krieges

Nival-Gründer und CEO Sergey Orlovskiy erklärte, Boris erhalte weder Informationen aus dem Nebel des Krieges noch andere verborgene Daten. Die Entwickler hätten ihm grundlegende taktische Bewegungen vorgegeben, während die KI im Training eigene Strategien entwickelt habe. Damit beschreibt die Meldung einen anderen Forschungsansatz als das geplante KI-Labor für StarCraft II, das Forschern Zugriff auf Spielzustände und Bilddaten geben sollte.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein