StarCraft II soll 2017 zum offenen KI-Labor werden

DeepMind und Blizzard wollen StarCraft II 2017 für die KI-Forschung öffnen. Eine gemeinsame Forschungsumgebung soll Wissenschaftlern ermöglichen, lernende Programme im Strategiespiel zu trainieren und zu vergleichen. Die Zusammenarbeit wurde auf der BlizzCon vorgestellt.

Die offene Plattform setzt auf Aufgaben, die über schnelle Einheitensteuerung hinausgehen. Spieler sehen nur einen Teil der Karte und müssen erkunden, sich Beobachtungen merken und ihre Pläne anpassen. Zugleich konkurrieren Rohstoffabbau, Basisbau und Kämpfe um Aufmerksamkeit. Anders als beim Schach läuft alles gleichzeitig ab.

Bilddaten und Spielzustand für lernende Programme

Eine Programmierschnittstelle soll einzelne Einheiten steuerbar machen und Zugriff auf den Spielzustand bieten. Hinzu kommt eine bildbasierte Schnittstelle: Sie liefert vereinfachte RGB-Bilder von Karte und Minikarte sowie getrennte Ebenen etwa für Geländehöhe, Einheitentyp und Lebenspunkte.

Für den Einstieg arbeiten die Teams an Übungsszenarien mit wachsendem Schwierigkeitsgrad. Eigene Aufgaben sollen sich mit den vorhandenen StarCraft-II-Editoren erstellen lassen. So können Forscher einzelne Fähigkeiten untersuchen, bevor ein Programm eine vollständige Partie bewältigen muss.

DeepMind betont, dass ein Duell mit professionellen Spielern noch weit entfernt ist.

Titelbild: Spielszene aus StarCraft II: Legacy of the Void, Blizzard Entertainment.

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