Blender 3.3 LTS: Haarwerkzeuge und neue Cycles-GPU-Unterstützung

Blender 3.3 LTS ist am 7. September 2022 erschienen. Die erste langfristig unterstützte Version der 3.x-Reihe ergänzt ein kurvenbasiertes Haarsystem, neue Geometry Nodes und zusätzliche GPU-Unterstützung in Cycles. Nach Blender 3.2 betrifft das Update damit sowohl die Gestaltung von Figuren als auch prozedurale Modellierungs- und Rendering-Abläufe.

Die Haarwerkzeuge sind ausdrücklich eine erste Ausbaustufe. Ein eigener Sculpt-Modus bietet unter anderem Pinsel zum Hinzufügen, Entfernen, Kämmen und Glätten von Kurven. Symmetrie ist entlang aller drei Achsen möglich. Das offizielle Demonstrationsvideo zum Hair Grooming stellt den Ansatz vor.

https://www.youtube.com/watch?v=6_USH9c_vNU

Kurvenobjekte, Oberflächenbindung und UVs

Die Entwicklernotizen zu Haaren und Geometry Nodes beschreiben die Anbindung der Kurven an eine Mesh-Oberfläche über UV-Koordinaten. Viele Werkzeuge benötigen dafür eine UV-Map ohne überlappende Flächen. Die Kurven unterstützen Geometry-Nodes-Modifikatoren und lassen sich mit EEVEE und Cycles rendern. Die Dokumentation nennt aber Grenzen: Das Rendering des neuen Objekttyps ist noch nicht vollständig umgesetzt und behandelt Kurven stets als Catmull-Rom-Kurven.

Neu sind außerdem die Nodes UV Unwrap und Pack UV Islands. Sie ermöglichen das Erzeugen und Anordnen von UV-Flächen innerhalb eines prozeduralen Aufbaus. Für auf den neuen Kurventyp umgestellte Curve-Nodes nennt das Projekt Beschleunigungen zwischen dem Drei- und mehr als dem Zehnfachen. Diese Angaben beziehen sich auf bestimmte Knotenoperationen, nicht auf die Geschwindigkeit jeder Blender-Szene.

Cycles unterstützt Intel Arc und AMD Vega

Laut den Cycles-Release-Notes kommt GPU-Rendering über Intels oneAPI hinzu. Voraussetzung ist eine Intel-Arc- oder Intel-Data-Center-GPU. Die Entwickler weisen auf treiberabhängige Stabilitätsprobleme hin. Die neue Schnittstelle ist somit keine pauschale Rendering-Freigabe für sämtliche älteren Intel-Grafikeinheiten.

Auf AMD-Seite wird das Rendering für die Vega-Generation unter Windows und Linux aktiviert, darunter Radeon VII, Radeon RX Vega und Radeon Pro WX 9100. Für Apple Silicon nennt das Projekt Optimierungen an Speicherzugriffen und Schnittpunktberechnungen. OpenVDB-Volumendaten verwenden standardmäßig halbe statt voller Gleitkommagenauigkeit, um Speicher zu sparen; die gewünschte Genauigkeit bleibt einstellbar.

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