Microsoft soll seiner Gaming-Sparte eine Zielmarge von 30 Prozent vorgegeben haben. Das berichten Jason Schreier und Dina Bass bei Bloomberg am 23. Oktober 2025 unter Berufung auf Personen mit Einblick in das Geschäft. Eine offizielle Bestätigung dieser internen Vorgabe liegt in dem zugänglichen Berichtsausschnitt nicht vor.
Die Quellen beschreiben ein über die vergangenen zwei Jahre etabliertes Ziel für die gesamte Xbox-Sparte. Microsoft verwende dafür den Begriff Accountability Margins. Der Bericht verbindet den zusätzlichen wirtschaftlichen Druck mit eingestellten Projekten, höheren Preisen und Stellenabbau. Das ist die Darstellung der befragten Personen, keine veröffentlichte Aufschlüsselung der Ursachen jeder einzelnen Entscheidung.
Zielmarge ist kein erzielter Gewinn
Die 30 Prozent bezeichnen nach dem Bericht eine Vorgabe und nicht das tatsächlich erreichte Ergebnis. Wie interne Kosten verrechnet werden und welche Definition der Marge verwendet wird, ist aus dem zugänglichen Ausschnitt nicht vollständig ersichtlich. Ein direkter Vergleich mit anders definierten Kennzahlen anderer Publisher wäre deshalb nicht belastbar.
Bei der Bewertung der Geschäftszahlen von Microsofts Gaming-Sparte müssen Umsatz, Hardwareerlöse und Profitabilität getrennt betrachtet werden. Wachsende Erlöse allein zeigen nicht, dass eine interne Zielmarge erreicht wurde. Ebenso lässt sich aus einer konzernweiten Vorgabe nicht die wirtschaftliche Lage eines einzelnen Entwicklungsteams ableiten.

