Microsoft hat am 10. September 2018 Azure DevOps als Weiterentwicklung von Visual Studio Team Services vorgestellt. Die Plattform soll Entwicklungsabläufe in einzelne Dienste aufteilen, die sich je nach Projektbedarf kombinieren lassen.
Zum Start gehören Azure Boards für Planung und Nachverfolgung, Azure Pipelines für Build und Release, Azure Repos für Quellcode, Azure Test Plans für Tests und Azure Artifacts für Pakete. Bestehende VSTS-Kunden sollten die neuen Dienste über ein Launch-Update und eine überarbeitete Oberfläche erhalten.
Azure Pipelines verbindet GitHub und CI
Microsoft stellte zugleich die Azure-Pipelines-App im GitHub Marketplace bereit. Projekte können damit aus öffentlichen oder privaten GitHub-Repositories gebaut werden. Die Plattform verwendet gehostete Agents für Windows, Linux und macOS und kann die Build-Konfiguration über eine YAML-Vorlage im Repository anlegen.
Die offiziellen Release Notes zum Launch nennen außerdem Änderungen an der Lizenzierung von Azure Pipelines. Für öffentliche Open-Source-Projekte waren zehn parallel laufende Pipelines ohne Begrenzung der Build-Minuten vorgesehen. Die Kombination aus Quellcode, automatisierten Builds und Tests richtet sich damit auch an Teams, die regelmäßig mehrere Spielversionen erzeugen.
VSTS bleibt als Grundlage erhalten
Für vorhandene VSTS-Organisationen bedeutete der Wechsel zunächst keine vollständige Migration auf ein neues Produkt. Microsoft sprach von einer Weiterentwicklung, bei der die bisherigen Dienste weitergeführt und um die neue Aufteilung ergänzt werden. Teams konnten dadurch einzelne Bausteine verwenden, ohne ihre gesamte Entwicklungsumgebung auf einmal umzustellen.
Die Ankündigung knüpft an die Build-2018-Berichterstattung zu Azure, DevOps und KI an. Für Spiele- und Toolteams liegt der praktische Nutzen vor allem in reproduzierbaren Builds, automatisierten Tests und einer nachvollziehbaren Verbindung zwischen Quellcode und Auslieferung.

