AYANEO 3: Modulares Magic-Module-System macht den Handheld zur Zubehörplattform

AYANEO hat am 25. Januar 2025 den AYANEO 3 als nach eigener Darstellung weltweit ersten modularen Windows-Handheld vorgestellt. Das Gerät startet ab 699 US-Dollar und setzt auf AMDs Ryzen AI 9 HX 370 mit zwölf Kernen und 24 Threads, integrierter Radeon-890M-Grafik sowie einer NPU der XDNA-2-Architektur mit 50 TOPS. Als Einstiegsoption steht alternativ ein Ryzen 7 8840U bereit. Die Preisspanne reicht je nach Konfiguration bis 1.799 US-Dollar im Vorverkauf, mit Speicherausbauten bis 64 GB LPDDR5X und 4 TB NVMe-SSD. Beim Display hat man die Wahl zwischen einem 7-Zoll-IPS-Panel mit 120 Hz und einem OLED mit 144 Hz.

Magic Module: Magnetische Steuermodule statt fester Bedienelemente

Das technische Alleinstellungsmerkmal ist das Magic-Module-System. Statt fest verbauter Sticks, Steuerkreuz und Tasten sitzen die Bedienelemente in austauschbaren Modulen, die über metallische Kontaktpunkte angekoppelt werden und sich per Mechanismus entriegeln lassen. AYANEO nennt vier Modultypen: einen Standard-Stick in einer Variante mit leitfähigem Gummi, einen Standard-Stick in einer Variante mit Folientaster, ein Steuerkreuz-Modul für Fighting-Eingaben mit acht Richtungen sowie ein Touchpad-Modul. Durch Kombination und eine um 180 Grad gedrehte Installation ergeben sich nach Herstellerangabe bis zu 56 Layout-Kombinationen. Dazu kommen zweistufige Hall-Trigger, ein Magnetschwebe-Vibrationsmotor und Sticks mit 250 Hz Abtastrate.

Module als Geschäft rund um den Handheld

Wirtschaftlich spannend ist weniger der Stückverkauf des Geräts als das Modulgeschäft, das AYANEO daran knüpft. Das Modul-Set kostet im Vorverkauf 99 US-Dollar, im regulären Handel 139 US-Dollar. Es umfasst sechs Module, vier Stick-Kappen, einen Abzieher und eine Aufbewahrungsbox. So entsteht für den Hersteller eine wiederkehrende Erlösquelle über Zusatzkäufe, die über den einmaligen Hardwareverkauf hinausreicht. In einem Marktsegment mit hohen Stückkosten und schmalen Margen rückt damit ein Plattform- und Zubehörmodell in den Vordergrund, ähnlich wie es aus dem Peripheriemarkt bekannt ist. Andere Hersteller setzen eher auf klassische Ausstattungsstufen, wie zuletzt der Asus ROG Xbox Ally X20 zeigte. Begleitet wird der AYANEO 3 von der Software AYASpace 3.0 mit der Prozessverwaltung SnowZone. Die Auslieferung war für das Frühjahr 2025 vorgesehen, der Vertrieb läuft international über Indiegogo und den eigenen Shop.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein