Australien: Senatsausschuss empfiehlt Prüfung von Lootboxen

Ein australischer Senatsausschuss hat eine umfassende Prüfung von Lootboxen in Videospielen empfohlen. Der Branchenverband IGEA begrüßte am 28. November 2018 die Empfehlung und veröffentlichte deren Wortlaut. Der Ausschuss hatte seinen Bericht einen Tag zuvor vorgelegt. Die wiedergegebene Empfehlung verlangt eine weitere Untersuchung, kein sofortiges Verbot.

Verbraucherschutz und Alterseinstufungen prüfen

Federführend soll das Ministerium für Kommunikation und Kunst sein. Beteiligt werden sollen unter anderem die Wettbewerbsbehörde ACCC, die Medienaufsicht ACMA, die eSafety-Stelle und das Classification Board. Die Prüfung soll mögliche glücksspielbezogene Schäden erforschen, Regelungslücken suchen und untersuchen, ob Alterseinstufungen und Verbraucherschutz für Lootboxen ausreichen. Auch der Vergleich mit anderen Ländern gehört zum Auftrag.

IGEA kündigte eine Zusammenarbeit mit Regierung und weiteren Beteiligten an. Der Verband verwies zugleich auf bereits bestehende Zuständigkeiten verschiedener Behörden. Diese Bewertung ist die Position des Branchenverbands, nicht das Ergebnis der vorgeschlagenen Prüfung.

In Belgien hatte die Kansspelcommissie bereits im April bestimmte bezahlte Lootbox-Systeme beanstandet. Das war eine Entscheidung nach belgischem Recht. Sie ist nicht mit dem australischen Prüfauftrag gleichzusetzen.

Archivhinweis: Der Beitrag beschreibt den Stand vom November 2018 und keine aktuelle Rechtsänderung.

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