Antstream hat am 19. Juli 2018 eine Plattform für lizenzierte Retro-Spiele angekündigt. Im Mittelpunkt stehen mehr als 1.000 Titel, die über ein gemeinsames Konto auf PC, Fernsehern und Mobilgeräten gestreamt werden sollen. Die offizielle Ankündigung von Antstream beschreibt das Angebot als neuen Zugang zu klassischen Spielen, die oft nur schwer legal erhältlich sind.
Das Unternehmen hatte nach eigenen Angaben bereits exklusive Lizenzen für tausende Spiele gesichert. Die Plattform sollte damit nicht auf eine einzelne Konsole beschränkt sein, sondern die vorhandenen Geräte der Nutzer als Abspielsysteme verwenden. Eine konkrete Liste der zum Start verfügbaren Spiele oder ein endgültiger Veröffentlichungstermin wurde in der Ankündigung noch nicht genannt.
Lizenzierte Klassiker statt eigener Hardware
Antstream setzte auf eine technische Verteilung, bei der die Spiele auf den Servern ausgeführt und als Videostream an das jeweilige Gerät übertragen werden. Für ältere Titel sollte dadurch keine originale Konsole und keine lokale Installation erforderlich sein. Das Modell unterschied sich von klassischen Download-Angeboten und knüpfte an die wachsende Diskussion über Spielestreaming auf unterschiedlichen Geräten an.
Als Vorsitzender wurde Ian Livingstone genannt, der zu den Mitgründern von Games Workshop gehört. Die Personalie verband das Vorhaben mit einem erfahrenen Akteur aus der britischen Spielebranche. Antstream wollte neben der technischen Plattform vor allem die Rechte an bekannten Arcade- und Heimcomputerklassikern bündeln.

