AMD: Ryzen und Radeon treiben 2017 zurück in die Gewinnzone

AMD hat am 30. Januar 2018 seine Jahreszahlen für 2017 veröffentlicht. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 25 Prozent auf 5,33 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis lag bei 204 Millionen US-Dollar, nachdem AMD im Vorjahr noch einen operativen Verlust von 372 Millionen US-Dollar ausgewiesen hatte. Der Nettogewinn betrug 43 Millionen US-Dollar nach einem Nettoverlust von 497 Millionen US-Dollar im Jahr 2016.

AMD führt die Verbesserung auf höhere Einnahmen, eine gestiegene Bruttomarge und das Ausbleiben einer Belastung aus der Änderung des Wafer-Liefervertrags mit GLOBALFOUNDRIES zurück. Für die Entwicklung der PC- und Spielehardware war vor allem das Geschäft mit Prozessoren und Grafikchips relevant.

Radeon und Ryzen liefern den größten Beitrag

Im vierten Quartal setzte AMD im Segment Computing and Graphics 958 Millionen US-Dollar um, 60 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Als wesentliche Treiber nennt der Konzern starke Verkäufe von Radeon-Grafik und Ryzen-Desktop-Prozessoren. Die Produktfamilie hatte AMD zuvor mit Ryzen 7 für PC-Spieler und Content-Produzenten erweitert.

Das Segment Enterprise, Embedded and Semi-Custom kam im Quartal auf 522 Millionen US-Dollar und lag damit drei Prozent über dem Vorjahreswert. Zugleich baute AMD die EPYC-Plattform im Rechenzentrum aus und erweiterte die Grafikfamilie. Die Radeon Vega auf der Computex 2017 gehört zu den frühen Produktmeldungen, die den neuen Schwerpunkt bei Grafik und Spielehardware dokumentieren.

Ausblick auf Ryzen, Vega und EPYC

Für das erste Quartal 2018 stellte AMD einen Umsatz von rund 1,55 Milliarden US-Dollar in Aussicht, mit einer Schwankungsbreite von 50 Millionen US-Dollar. Als Grundlage nannte das Unternehmen die erwartete Ausweitung der neuen Ryzen-, GPU- und EPYC-Produkte. Die Prognose war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eine Unternehmensprognose und keine bestätigte spätere Entwicklung.

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