AMD hat am 22. Februar 2017 die Ryzen-7-Prozessorfamilie offiziell vorgestellt. Die Vorbestellungen für die drei Desktop-Modelle starteten am selben Tag, die allgemeine Verfügbarkeit kündigte AMD für den 2. März an. Ryzen 7 zielte auf PC-Spieler, Content-Produzenten und Enthusiasten.
Alle drei Prozessoren besitzen acht Kerne und 16 Threads und verwenden die neue AM4-Plattform. Das Spitzenmodell Ryzen 7 1800X arbeitet laut AMD mit 3,6 GHz Basistakt und bis zu 4,0 GHz Boost-Takt. Der Ryzen 7 1700X erreicht 3,4 beziehungsweise 3,8 GHz, der Ryzen 7 1700 3,0 beziehungsweise 3,7 GHz.
Drei Modelle mit 329 bis 499 US-Dollar
AMD setzte die unverbindlichen US-Preise auf 499 US-Dollar für den Ryzen 7 1800X, 399 US-Dollar für den Ryzen 7 1700X und 329 US-Dollar für den Ryzen 7 1700. Das Basismodell sollte mit einem Wraith-Spire-Kühler ausgeliefert werden und eine TDP von 65 Watt besitzen. Für die beiden X-Varianten nannte AMD jeweils 95 Watt und keinen Kühler im Lieferumfang.
In den eigenen Messungen verglich AMD den Ryzen 7 1800X mit Intels Core i7-6900K. Im Cinebench R15 erreichte der Ryzen 7 laut Hersteller 1.601,43 Punkte gegenüber 1.473,79 Punkten beim Intel-Prozessor. AMD leitete daraus einen Vorsprung von neun Prozent ab. Die Werte stammen aus AMDs Performance-Labor und sind als Herstellerangaben einzuordnen.
AM4-Mainboards und Spieleleistung
Zum Start stellte AMD 82 neue Mainboards von ASRock, Asus, Biostar, Gigabyte und MSI in Aussicht. Die Modelle sollten auf den Chipsätzen X370 oder B350 basieren. AMD verwies außerdem auf vergleichbare 4K-Gaming-Leistung in eigenen Demonstrationen und auf Ergebnisse bei der Videotranscodierung. Der geplante Plattformwechsel knüpfte an die frühere Zen-Roadmap von AMD an.

