AMD: Quartalsgewinn durch Konsolenchips und Xbox One S

AMD hat am 21. Juli 2016 seine Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt. Der Chiphersteller meldete 1,027 Milliarden US-Dollar Umsatz, einen operativen Verlust von 8 Millionen US-Dollar und einen Nettogewinn von 69 Millionen US-Dollar. Der Umsatz lag damit 23 Prozent über dem ersten Quartal und 9 Prozent über dem Vorjahresquartal.

Semi-Custom-Sparte trägt das Ergebnis

Den stärksten Beitrag lieferte das Segment Enterprise, Embedded and Semi-Custom mit 592 Millionen US-Dollar Umsatz. Das entspricht einem Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 5 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2015. Das Segment erzielte 84 Millionen US-Dollar operativen Gewinn. AMD führt die Entwicklung vor allem auf höhere Verkäufe von Semi-Custom-SoCs zurück. Der frühere Quartalsbericht von AMD zeigt, wie stark das Unternehmen bereits 2015 auf Grafik und kundenspezifische Chips setzte.

Das Geschäft mit Computing and Graphics kam auf 435 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem ersten Quartal ging der Umsatz um 5 Prozent zurück, im Jahresvergleich stieg er um 15 Prozent. AMD meldete außerdem 3 Millionen US-Dollar Non-GAAP-Betriebsgewinn. Im Vorquartal hatte dieser Wert noch bei einem Verlust von 55 Millionen US-Dollar gelegen.

Xbox One S startet im August

Im Ausblick auf das Spielegeschäft verwies AMD auf die beiden von Microsoft angekündigten Konsolen mit AMD-Technik. Die Xbox One S sollte Anfang August 2016 erscheinen. Für Project Scorpio nannte Microsoft den Zeitraum Holiday 2017. AMD verband die Plattformen mit HDR, 4K und hochauflösenden VR-Anwendungen.

Zu den weiteren Produktmeldungen des Quartals gehörten die Radeon-RX-Grafikkarten auf Basis der Polaris-Architektur, die Radeon RX 480 sowie die siebte Generation der A-Series-APUs mit den Codenamen Bristol Ridge und Stoney Ridge. AMD nannte zudem eine öffentliche Demonstration der kommenden Zen-Architektur.

AMD erwartet weiteres Umsatzwachstum

Für das dritte Quartal stellte AMD einen Umsatzanstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal in Aussicht, mit einer Abweichung von drei Prozentpunkten nach oben oder unten. Die Bilanz wurde im zweiten Quartal zusätzlich durch einen Gewinn von 150 Millionen US-Dollar aus der Gründung eines Joint Ventures beeinflusst. Ende Juni verfügte AMD über 957 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln, die Gesamtverschuldung lag bei 2,24 Milliarden US-Dollar.

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